Mo, 19. November 2018

Kinderwunsch

23.04.2018 06:00

Baby trotz Rheuma?

Von dieser chronisch entzündlichen Krankheit sind auch junge Frauen betroffen. Die Therapie mit Medikamenten war früher ein Problem in der Schwangerschaft. Das hat sich nun mit neuen Wirkstoffen geändert. 

Rheuma unter Kontrolle: Die Behandlung dieser entzündlichen Erkrankungen (rheumatoide Arthritis, Psoriasisarthritis, die Wirbelsäule betreffenden Morbus Bechterew) hat enorme Fortschritte gemacht. „Dank moderner Medikamente, den sogenannten Biologika und Small Molecules, gelingt es in vielen Fällen, die Krankheit so weit zurückzudrängen, dass Betroffene schmerzfrei sind und normal leben können“, erklärt Dr. Thomas Schwingenschlögl, Internist und Rheumatologe aus Wiener Neudorf (NÖ). Seit kurzem ist das erste Medikament aus der Biologika-Gruppe auch für Schwangerschaft und Stillzeit zugelassen.

Das Thema Kinderwunsch tritt bei jungen Frauen natürlich irgendwann in den Vordergrund. „Früher mussten Rheumamittel oft schon einige Monate vor der geplanten Schwangerschaft abgesetzt werden“, erklärt Dr. Schwingenschlögl. „Das hatte aber zur Folge, dass die Gelenksentzündung wieder sehr aktiv wurde und die typischen Rheumasymptome wie Schmerzen, geschwollene und kraftlose Gelenke, Morgensteifigkeit sowie Bewegungseinschränkungen sehr bald wieder voll ausbrachen.“ In diesem belastenden Zustand wurden die Frauen oft erst recht nicht schwanger.

Und falls doch? „Dann musste oft mit relativ hohen Cortisonmengen behandelt werden, damit sich Betroffene überhaupt bewegen konnten. Aber auch Cortison hat Nebenwirkungen auf das Ungeborene“, schildert der Rheumatologe die frühere Situation. „Biologika hingegen erwiesen sich in zahlreichen Studien während der Schwangerschaft und Stillzeit als unproblematisch.“Diese Medikamente bremsen jene überaktiven Zellen und Botenstoffe der Körperabwehr, welche die Entzündungen hervorrufen und wirken nicht nur auf die Symptome, sondern auf den Verlauf der Erkrankung und können diesen sogar komplett stoppen.

Gestörte Abwehr
Entzündlich rheumatische Erkrankungen sind auf eine Störung des Immunsystems zurückzuführen, es gerät außer Kontrolle. Dabei werden diverse Zellen und Botenstoffe aktiviert, welche die entzündlichen Reaktionen in Gelenken, Muskeln oder Wirbelsäule auslösen, manchmal werden auch innere Organe wie Herz oder Lunge befallen.

Eva Rohrer, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Milliardär zu Besuch
Kurz und Soros sprachen über Migration und CEU
Österreich
Neuen Namen gefunden
Klub der Liste Pilz heißt ab sofort JETZT
Österreich
Sieben Siege für Foda
ÖFB-Team war heuer so gut wie seit 36 Jahren nicht
Fußball International
Nations League
„Fest beim Absteiger!“ Holland verhöhnt Deutsche
Fußball International
Flusskreuzfahrt
Städte am Strom - eine Donau-Reise!
Reisen & Urlaub
Happy End für Familie
Zugstopp ermöglicht: ÖBB-Schaffner zeigte Herz
Niederösterreich
Das Sportstudio
Schlager top, Matt hilft Hirscher & Becker jubelt
Video Show Sport-Studio
„Das wahre Glück“
Die getrennten Muchas sind wieder zusammen
Video Stars & Society

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.