Info-Kampagne

Verwirrung in Wien um "gehackte" Anzeigetafeln

Österreich
02.11.2009 08:56
Die digitalen Anzeigetafeln der Wiener Linien überbringen den Bewohnern der Hauptstadt seit Sonntag ungewöhnliche Botschaften. "1 Pizza, 10 Fettflecken" und "Ihr Essen ist zu schade, um es mit dem Bus zu teilen", heißt es auf den dynamischen Schildern. Während man sich in Internetforen und auf Twitter über einen "Hack" amüsiert, freuen sich die Verkehrsbetriebe über eine geglückte Info-Kampagne.

Die Botschaften à la "100 Paar festgeklebte Schuhe", "Ihre Zeitung braucht keinen eigenen Sitzplatz" oder "1 Leberkäsesemmel, 54 Mitriecher" sind Teil der Kampagne "Rücksicht", die offiziell zu Allerheiligen startete, bestätigte Pressesprecher Answer Lang am Montagvormittag gegenüber krone.at. Der Ungewöhnlichkeitseffekt sei durchaus beabsichtigt.

Bei den Verkehrsbetrieben schreiten ab November 50 zusätzliche Reinigungskräfte (zu den bestehenden 370 Mitarbeitern in diesem Bereich) zur Tat. Durch wachsende Passagierzahlen und den Trend zu "Coffee to go" hätten vor allem Papierreste und Getränkedosen in den Fahrzeugen zugenommen, heißt es.

Reinigung nun auch tagsüber, neues "Anti-Spray-Team"
Das an grünen Uniformen erkennbare, mobile "Reinigungsservice" beseitigt künftig bereits während der Fahrt Abfall und Verunreinigungen. Der Schwerpunkt liegt in den U-Bahnen, wo die Arbeiter auf allen Linien zu Zeiten mittlerer Auslastung tätig sind.

Ein eigenes "Anti-Spray-Team" wird für vier Stunden täglich im gesamten U-Bahn-Netz unterwegs sein und Graffitis von Wandflächen entfernen. Ist das Abwaschen nicht möglich, übermalen Spezialfirmen die betroffenen Wände.

Kunden sind am meisten gefordert
Am meisten gefordert werden jedoch die Kunden: Durch Achtgeben auf das eigene Verhalten solle dem nächsten Fahrgast der Platz so hinterlassen werden, wie man ihn selbst vorfinden möchte.

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