Was Makler kosten

AK: Wohnen muss wieder billiger werden

Wirtschaft
09.04.2004 14:47
Nirgends in Europa müssen Mieter für Makler so viel zahlen wie in Österreich. Das zeigen Untersuchungen der AK. So könne das nicht weitergehen, die AK fordert: Die Maklerprovisionen müssen runter. Schließlich seien von diesen hohen Maklerprovisionen jedes Jahr rund 60.000 Mieter betroffen.
Für die gleiche Mietwohnung müsseein Mieter in Österreich eine um 70 Prozent höhere Maklerprovisionzahlen als in Deutschland. Der Grund: Die in der Maklerverordnungfestgelegten Obergrenzen seien bei uns viel zu hoch. In Österreichsei die maximale Obergrenze drei Gesamtmieten (inklusive Hausbetriebskosten)ohne die auf die Miete entfallende Mehrwertsteuer - in Deutschlandzwei Nettomieten, ohne Hausbetriebskosten. (Wie viel Mieterim Europavergleich für Makler zahlen, kannst du rechts inder Linkliste nachlesen.)
 
Die Forderungen für Mieter
Die AK fordert deshalb, Wohnen müsse wiederbilliger werden, und verlangt von der Regierung: So wie in Deutschlandsolle auch in Österreich die Maklerprovision höchstensder zweifache Nettomietzins sein; wenn der "Makler" der bestellteHausverwalter des Hausbesitzers sei, dürfe keine Provisionkassiert werden; wenn ein bestehender Mietvertrag nur verlängertoder erneuert werde, dürfe ebenfalls keine Provision verlangtwerden.
 
Jeder 2. Makler rechnet falsch
Den Mietern rät die AK, die Maklerprovisionengenau zu prüfen: Die Studie hat gezeigt, dass jeder zweiteMakler bei der Provision falsch gerechnet hat - natürlichzu Ungunsten des Mieters. Die Details dazu findest du rechts inder Linkliste.
 
Der Fachverband der Immobilen- und Vermögenstreuhänderder Wirtschaftskammer Österreich lehnte die Forderung derArbeiterkammer in einer Aussendung bereits ab. Franz Stiller,Obmann des Berufsgruppenausschusses der Immobilienmakler im WKÖ-Fachverband,meinte, es handle sich bei der Forderung nach Reduktion der Provisionssätzeum einen nahezu gebetsmühlenartig wiederholten Stehsatz,der jeder Notwendigkeit entbehre.
 
Die Vermittlung durch einen Makler biete den KonsumentenSicherheiten. "Es gibt einen freien Markt und es ist jedem selbstüberlassen, ob er sich zum eigenen Vorteil eines Maklersbedient oder nicht. Bei Maklern werden die Vermittlungsleistungentransparent ausgewiesen und fair verrechnet", hält Stillerfest.
 
"Der Konsument genießt beim Makler eine Reihevon Dienstleistungen und ist durch die Haftung des Maklers geschützt."Diese Leistungen müssten - wie bei anderen Dienstleisternauch - honoriert werden.
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