Am 10. Oktober hat sein Herrchen, Polizeidiensthundeführer Harald Winkler, den kleinen Sonnenschein in Eibiswald bei dem erfolgreichen Züchter Wolfgang Mersnik, seines Zeichens ebenfalls Polizeihundeführer, abgeholt. Sieben Geschwister hat Jary und alle Vierbeiner, die von seiner Mutter Isis abstammen, kommen entweder zur Polizei oder zum Bundesheer. Mersnik schaut genau, wo seine Lieblinge "Karriere machen". Bei Harald Winkler weiß er Jary in den besten Händen.
Mehr Bilder von Jary findest du in der Infobox!
Es war quasi Liebe auf den ersten Blick. Und das ist natürlich ganz besonders wichtig, da das Duo, wenn alles gut geht, ein Leben lang zusammenbleiben wird. Vier Hunde hatte der Steirer bereits in Ausbildung. Der Wirbelwind ist der fünfte. Bis auf einen konnte der Polizist alle in die Pension begleiten - "einer von Jarys Vorgängern, ist leider mit drei Jahren an Krebs gestorben." So etwas geht Mersnik natürlich sehr nahe, weil der Hund ja auch voll ins Famlienleben integriert war.
Ausbildung dauert zwei Jahre
Jary tollt jetzt noch vergnügt in der Gegend herum und hat keine Ahnung, was ihm alles bevorsteht. Ungefähr zwei Jahre dauert die Ausbildung, bis der Kleine den stolzen Titel "Polizeidiensthund" führen darf. Die ersten eineinhalb Jahre besucht der Diensthundeführer drei Mal im Monat diverse Übungskurse, ehe sich Jary dann dem 14-wöchigen Grundkurs stellen muss. Dann ist er ein Schutz- und Stöberhund.
Jary wird zum "Schnüffler"
"Höchstwahrscheinlich wird er zu einem Drogenspürhund ausgebildet", erklärt Winkler, weil Vorgänger Lucky auch einer ist. Ein Jahr nach dem Grundkurs gibt's dann die Pickerl-Überprüfung", scherzt Winkler. Bis zum 7. Lebensjahr wird der Vierbeiner alle drei Jahre getestet. Und Winkler - der gebürtige Obersteirer ist seit 20 Jahren bei der Diensthundeinspektion und auch Leiter der Rettungshundestaffel der Stadtfeuerwehr Kapfenberg – ist überzeugt, dass sein Partner mit der kalten Schnauze bestens geeignet ist: "Er legt jetzt schon eine unglaubliche Neugier an den Tag."
Triebig muss ein Polizeihund sein und die entsprechende Größe haben. "Ein Bernhardiner würde sich nicht eignen, weil ihm der Beutetrieb fehlt." Und gerade der ist wichtig, weil über diesen Trieb, der spielerisch gefördert wird, der künftige Verbrecherschreck das Suchen lernt. Notwendig ist auch, dass sich ein Polizeihund von keinerlei Umwelteinflüssen beeindrucken lässt. "Egal ob es laut ist oder kalt, ein Zug vorbeifährt oder im Gebüsch etwas raschelt, er muss sich auf das konzentrieren, was wir machen." Nicht einfach für ein Wuzzerl von elf Wochen...
von Eva Molitschnig, "Steirerkrone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.