Do, 13. Dezember 2018

Kriminalität in Tirol

30.03.2018 09:45

Im Außerfern werden zwei von drei Ganoven gefasst

Genau 41.611 Straftaten wurden im Vorjahr in Tirol angezeigt! Mit knapp einem Drittel (13.202) gingen die meisten Delikte auf das Konto von Innsbruck - gleichzeitig gab es in der Landeshauptstadt aber auch den größten Rückgang bei den Anzeigen. Einen Anstieg gab es nur in drei Bezirken. Die Aufklärungsquote ist mit 56 Prozent auf einem Rekordhoch - vor allem im Außerfern müssen die Ganoven damit rechnen, von der Polizei erwischt zu werden

Der Pfeil zeigt nach unten - zumindest was die Zahl der angezeigten Straftaten anbelangt. 41.611 wurden im abgelaufenen Jahr in Tirol verzeichnet. Das sind um 1949 weniger als noch 2016 und entspricht einem Minus von 4,5 Prozent. Die Richtung stimmt also - vor allem wenn man bedenkt, dass etwa vor elf Jahren hierzulande noch knapp 50.000 Straftaten gezählt wurden.

Angezeigte Straftaten: Nur drei „Verlierer“
Soweit die Gesamttiroler Zahlen: Wie sieht nun aber die Entwicklung in den einzelnen Bezirken aus? Die „Krone“ hat den Überblick:

  • In sechs der neun Tiroler Bezirken wurden 2017 im Vergleich zum vorangegangenen Jahr weniger Straftaten zur Anzeige gebracht. Den deutlichsten Rückgang verzeichnete ausgerechnet die Tiroler „Kriminalitäts-Hochburg“ Innsbruck. In der Landeshauptstadt wurden unterm Strich 13.202 Delikte angezeigt, bedeutet ein Minus von exakt 10 Prozent. Rang zwei ging an den Bezirk Kitzbühel mit minus 6,8 Prozent. Rückgänge gab es zudem in Osttirol und in den Bezirken Innsbruck-Land, Imst und Landeck (alle Details siehe auch große Grafik).
  • Drei Regionen reihen sich hingegen nicht in die Liste der Gewinner ein. Sowohl im Außerfern als auch in den Bezirken Schwaz und Kufstein gab es im Vorjahr ein Plus bei den Anzeigen. Die jeweiligen Anstiege sind glücklicherweise aber recht gering - den größten gab es im Bezirk Kufstein mit 1,8 Prozent.

Aufklärungsquote im Rekordhoch
Und was verrät die Kriminalstatistik hinsichtlich Aufklärungsquoten? Hier zeigt der Pfeil deutlich nach oben. Mit 55,6 Prozent wurde sogar ein neues Rekordhoch erzielt. Im Vergleich zu 2016 konnte die Quote im Vorjahr um 2,7 Prozentpunkte gesteigert werden. Tirol liegt damit recht deutlich über dem Österreich-Schnitt (50,1 Prozent).

  • „Aufklärungs-Kaiser“ war 2017 - wie auch schon in den Jahren zuvor - die Polizei im Bezirk Reutte. Im Außerfern konnten alles in allem 66,1 Prozent der Straftaten geklärt werden (+2%). Heißt also: Zwei von drei Ganoven konnte dort erfolgreich das Handwerk gelegt werden.
  • Ganz besonders erfreulich: Bis auf den Bezirk Kufstein (dort gab es ein hauchdünnes Minus von gerade einmal 0,2 Prozent) konnten alle Bezirke bei der Aufklärungsquote zulegen. Neben dem Außerfern knackte der Bezirk Innsbruck-Land mit 61,3 Prozent (+5,2%) als einziger die magische 60er-Marke. Knapp dahinter folgen die Bezirke Lienz (59,5%), Kitzbühel (59,1%) und Kufstein (59%).
  • Abgeschlagen auf dem letzten Rang ist in diesem Ranking einmal mehr der Bezirk Landeck. Dort betrug die Aufklärungsquote im Vorjahr nur 38,7 Prozent - damit ist dieser Bezirk auch der einzige in Tirol, der diesbezüglich unter der 50er-Grenze liegt. Warum werden ausgerechnet dort so wenig Straftaten aufgeklärt? Experten zufolge sei dieses Phänomen vor allem auf den dort boomenden Wintertourismus und in der Folge auf die vielen Skidiebstähle zurückzuführen. Trotzdem ein Lichtblick: Gegenüber 2016 konnte die Aufklärungsquote im Bezirk Landeck um 2,6 Prozent gesteigert werden.
Hubert Rauth
Hubert Rauth

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