So, 24. Juni 2018

Vernünftig skifahren

20.02.2018 06:00

Sicherer auf den Brettln unterwegs

Todesfälle wie jener vor wenigen Tagen in Saalbach-Hinterglemm (Sbg.) machen nachdenklich. Kann man sich beim Pistenspaß vor Unfällen schützen? Welche Maßnahmen sollte der Einzelne unebdingt ergreifen?

Experten raten: Zum sicheren Wedeln gehören körperliche Fitness, vernünftiges Verhalten und eine geprüfte Ausrüstung. Auch wenn schlimme Zwischenfälle passieren – in den vergangenen Jahren ist ihre Anzahl deutlich zurückgegangen. Mittlerweile tragen bis zu 80 Prozent der Erwachsenen und 99 Prozent der Kinder einen Skihelm. Positiv: Das Material bei der Ausrüstung und auch die Technik der Schneepräparierung haben sich verbessert. Ski, Stöcke, Bindung und Helm müssen aber jährlich kontrolliert werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Gewachste Ski lassen sich leichter drehen, das Fahren kostet somit weniger Kraft. Scharfe Kanten sorgen für einen besseren Halt auf glattem Untergrund. Das erhöht das Sicherheitsgefühl.

Nur eine korrekt und individuell eingestellte Bindung kann beim Sturz auslösen und vor Verletzungen schützen, wie Experten des deutschen Skiverbandes berichten. Die Skibrille nicht vergessen! Viele Unfälle passieren aufgrund von Wahrnehmungsfehlern und einer falschen Einschätzung der Situation. Eine beschädigte Brille mit Kratzern oder ein Modell, das schnell beschlägt, sollte unbedingt ersetzt werden. Rückenprotektoren machen Sinn für Tiefschnee-Liebhaber oder Sportler, die oft im Fun-Park unterwegs sind.

„Vergessen“ wird weiters vielfach, sich aufzuwärmen. Dafür langsam auf leichten Pisten mit vielen Pausen einfahren. Auch Aufwärmübungen sind natürlich empfehlenswert. Denn hier zeigt sich die körperliche Fitness, welche ausschlaggebend für schöne Skitage ist. Dazu zählen neben einem gesunden Herz-Kreislaufsystem auch ausreichend Kraft und Kondition, um die Schwünge sicher setzen zu können. Da der Sport in der Höhe stattfindet, wirkt allein durch den geringeren Sauerstoffgehalt in der Luft schon eine außergewöhnliche Belastung auf den Körper. Brennen die Schenkel, auch einmal früher aufhören!

Grundsätzlich sollte weiters bei der Wahl des Skigebiets darauf geachtet werden, dass das Pistenangebot den eigenen Fähigkeiten entspricht. Sich zu überschätzen, macht keinen Spaß, sondern fordert nur Verletzte.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.