Sa, 23. Juni 2018

See durchschwommen

18.02.2018 14:20

Kuh floh vor Schlachter und lebt nun auf Insel

Eine Kuh mit einem sehr ausgeprägten Überlebenswillen sorgt derzeit in der südpolnischen Stadt Nysa für Aufregung. Denn das Rind flüchtete nicht nur vor dem Schlachter, sondern durchschwamm auch einen riesigen Stausee und lebt in selbigem nun alleine auf einer unbewohnten Insel. Der Besitzer ist verzweifelt, ein Lokalpolitiker will die Kuh nun retten.

Bereits beim Verladen in den Lkw, der die Kuh zum Schlachthof bringen sollte, war das Tier ausgebüxt. Zuvor hatte der Besitzer die Transporteure vor dem bockigen Rind gewarnt - die hatten die Warnungen allerdings in den Wind geschlagen, der Kuh gelang die Flucht.

Das Ganze geschah vor drei Wochen - seitdem narrt das Rind seine Verfolger. Denn nachdem sie dem Schlachttransport entkommen war, flüchtete die Kuh zum nahen Jezioro Nyskie (Neisser Stausee), einem aufgrund seiner sandigen Ufer bei Touristen beliebten Erholungsgebiet. Die Fläche des Sees beträgt 2077 Hektar, einige kleine Inseln befinden sich ebenfalls darin.

Kuh schwamm zu einsamer Insel
Zu einer solchen schwamm das mutige Rindvieh, berichten polnische Medien. Die örtliche Feuerwehr rückte mit einem Boot an, doch die Kuh flüchtete erneut und schwamm einfach zur nächsten Insel. Die Kuh sei sehr ängstlich gewesen und habe niemanden näher als 70 Meter an sich herangelassen, berichtet der stellvertretende Feuerwehrkommandant der Gemeinde, Pawel Gotowski.

Ein Abschuss kam für den Besitzer nicht infrage, denn das würde ihn um den Geldwert der Kuh bringen. Eine Betäubung scheiterte daran, dass der lokale Tierarzt keine Gaskartuschen für sein Betäubungsgewehr mehr hatte - diese nachzubestellen dauerte Tage. Währenddessen versorgte der Besitzer das scheue Rind auf der Insel mit Futter, weitere Fangversuche scheiterten allerdings.

Politiker will "heldenhaftes Rindvieh" retten
Jetzt hat sich der Lokalpolitiker und ehemalige Sänger Pawel Kukiz dem Schicksal des "heldenhaften Rindviehs" angenommen und will die noch namenlose Kuh vor dem Tod bewahren. "Ich bin kein Vegetarier, aber die Stärke und der Wille dieser Kuh für ihr Überleben zu kämpfen, ist von unschätzbarem Wert", schreibt er auf Facebook. Kukiz will den ausgerissenen Wiederkäuer nun eventuell selbst kaufen. "Ich habe mich entschlossen, alles zu tun, damit die Kuh an einen sicheren Ort gebracht wird, und ihr in einer zweiten Stufe, als Belohnung für ihre Sturheit, ein Heim bis an ihr natürliches Lebensende zu garantieren."

Michaela Braune
Michaela Braune

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.