Schrecklich gelitten

Riesen-Papagei aus engem Käfig gerettet

Salzburg
28.09.2009 19:22
Ein mehr als ein Meter großer Rotbrustara (siehe Bild) ist der neue „Star“ im Papageien-Asyl in Neumarkt. Die Besitzerin des Vogels ist vor kurzem verstorben. Sie hielt ihn in einem viel zu kleinen Käfig. Der gefiederte Freund war bereits in einem erbärmlichen Zustand, er konnte sich kaum mehr bewegen. Nun blüht er wieder auf.

Mehr als 50 Exoten halten Vogel-Experte Michael Perkmann im Papageien-Asyl in Neumarkt ordentlich auf Trab. Und es werden jede Woche mehr. So brachte die Salzburger Tierrettung erst vor wenigen Tagen einen seltenen Rotbrustara vorbei. „Die Besitzerin hat ihn nach ihrem Tod ihren Nachkommen hinterlassen. Die haben uns zum Glück angerufen. Der Vogel lebte 40 Jahre in einem viel zu kleinen Käfig“, berichtet Tierretter Manfred Ehgartner. 

Keinen Lebenswillen mehr
Der über einen Meter große Exote wird jetzt von Michael Perkmann aufgepäppelt. „Seine Federn sind ganz stumpf. Am Anfang hatte er gar keinen Lebenswillen mehr. Dabei kann er bis zu 80 Jahre alt werden“, verrät Perkmann. Der Ara frisst Obst und Körner. Für diese Papageien-Art zahlen Liebhaber heutzutage bis zu 10.000 Euro.

„Gemeine Schmuggler stehlen die Eier und bringen diese in Bauchtaschen ins Land. Da werden sie dann in Brutmaschinen gelegt“, weiß Manfred Ehgartner. Das ist allerdings streng verboten!

In den Volieren in Neumarkt gibt es noch eine zweiten Star, den Orangenhaubenkakadu „Flocke“. „Der wurde bei uns geboren“, freut sich Michael Perkmann. Er warnt übrigens Papageienfreunde. „Das neue Tierschutzgesetz verbietet die Einzelhaltung in Käfigen. Man darf die Vögel nur zu zweit in großzügigen Volieren halten.“

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