23.01.2018 15:00 |

Top-Banker warnt:

„Risiko beim Bitcoin kommt Casinobesuch gleich“

Angesichts des Wildwuchses von weltweit schon 1400 Kryptowährungen und speziell Bitcoins warnt auch ein Wiener Topbanker eindringlich vor der von Spekulanten geweckten Goldgräberstimmung: Der jetzige Hype erinnere an Fehlentwicklungen früherer Märkte – etwa ans „Tulpenfieber“ im 17. Jahrhundert.

„Mit dem Argument der begrenzten Verfügbarkeit und der Möglichkeit, anonym Zahlungen leisten zu können, rücken Kryptowährungen ins Interesse der Spekulanten – völlig unabhängig von volkswirtschaftlichen Parametern und regulierten Märkten. Sie verfehlen allerdings alle ihr Ziel, nämlich eine stabile Währung zu gewährleisten“, gibt der Wiener Topbanker Mag. Alois Limberger von der Schoellerbank zu bedenken.

In der Tat kann sich der Wert von Bitcoins laufend binnen Sekunden um einige Prozent ändern. An Geschäftsabschlüsse in dieser „Währung“ ist nicht zu denken. Mehr noch: Unter Umständen würde sich bei einem fallenden Bitcoin-Markt binnen Sekunden die Marge für den Verkäufer in Luft auflösen. „Das ist einer jener Gründe, weshalb beispielsweise der Online-Handelsriese Amazon Bitcoins nicht als Zahlungsmittel akzeptiert."

Limberger präzisiert: „Die Schwankungsbreite bei der Wertfindung von Kryptowährungen ist sehr hoch, es gibt keinen liquiden beziehungsweise geregelten Markt. All das macht Bitcoins & Co. zu einem ungeeigneten Investment. Die Risiken dabei kommen einem Casino-Besuch gleich.“

Mark Perry, Kronen Zeitung

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter