18.03.2004 13:15 |

Typisch Touristen

Aufregung um Hundertwasser-Klo

Eine Toilette ist da, um sie auch zu benutzen. Stimmt. Eigentlich. Aber wenn sie ein berühmter Künstler wie Friedensreich Hundertwasser gestaltet hat und sie nur als Touristen-Attraktion gedacht ist, sieht die Sache schon anders aus. Genau dieses Problem beschäftigt derzeit die Neuseeländer.
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete, würdendie Scharen von Touristen die mit Mosaiken verzierte Toilettein Kawakawa (das liegt nördlich von Auckland) benutzen, anstattsie nur zu bestaunen. Aus diesem Grund würden sich auf demwellenförmigen Boden des Klos Wasser, Urin und Desinfektionsmittelvermengen und zu einem nicht mit Worten zu beschreibenden Geruchführen.
 
Was also tun? Aus der Gemeindeverwaltung kam nachdem Bericht der Vorschlag der Schließung der Anlange ebensowie jener, einfach nur eine Gebühr für die Benützungzu verlangen oder nebenan öffentliche Toiletten zu bauen,die auch wirklich zum Erleichtern gedacht sind. Oder sie öfterzu reinigen, wäre natürlich auch nicht schlecht.
 
Der Vorsitzende der österreichischen Hundertwasser-Stiftungsprach sich laut AFP in einem offenen Brief gegen eine Schließungdes Klos wegen Gestanks aus. Dies wäre "ein Betrug an Hundertwasserund seinem Vermächtnis an Kawakawa". Die Menschen solltensich dort "erhaben, fröhlich und wie zu Hause" fühlen.
 
Friedensreich Hundertwasser, beliebter österreichischerKünstler, hatte vor seinem Tod - er starb am 19. Februar2000 im Alter von 71 Jahren an Bord der Queen Elizabeth II. aufgrundeines Herzversagens - Neuseeland zu seiner Wahlheimat auserkorenund zwei Jahrzehnte dort gelebt.
Montag, 14. Juni 2021
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