Mi, 24. April 2019
21.12.2017 12:57

Mehrere Zwischenfälle

Einsturzgefahr: So marod sind unsere Universitäten

Wegen Einsturzgefahr musste die Technische Universität am Wiener Karlsplatz am Mittwochabend evakuiert werde. Eine Baufirma hatte zu tief unter das Fundament gegraben. Das Gebäude drohte zu zerbrechen. Ein Großeinsatz der Feuerwehr konnte das Schlimmste verhindern.

40 Mann standen fünf Stunden im Einsatz, um die Hochschule, die gerade saniert wird, mit Stützpfeilern abzusichern. Mittlerweile können einzelne Büros wieder betreten werden. "Die Hörsäle bleiben aber weiter gesperrt", erklärt Gerhard Cech, Leiter der Wiener Baupolizei (MA 37). Die Baufirma muss die Löcher jetzt zuschütten. Das wird voraussichtlich bis nach den Ferien dauern.

Betonplatten von neuer WU gestürzt
Es ist nicht der erste Zwischenfall an unseren Hochschulen, der zum Glück glimpflich ausgegangen ist. 2014 stürzten schwere Betonplatten über dem Haupteingang der neu gebauten Wirtschaftsuni zu Boden. Die Halterungen waren lose geworden. Der Vorfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden, als sich noch niemand auf dem Campus befunden hatte. Vermutlich nur deshalb sind keine Menschen zu Schaden gekommen.

Ein Jahr später erneut Schrecksekunden für die Wirtschaftsstudenten: Im Lesesaal der Uni-Bibliothek löste sich die Deckenbeleuchtung. Mit einem lauten Kracher polterte die Konstruktion auf die Tische. Die anwesenden Studierenden hatten einen Schutzengel und kamen mit dem Schrecken davon.

Decke im NIG eingestürzt
Schon etwas länger her: Im Neuen Institutsgebäude der Uni Wien (NIG) sind 2001 die Decken eingestürzt. Drei Hörsäle mussten gesperrt werden. Über die Ursachen herrschte lange Zeit Rätselraten.

Alexander Schönherr
Alexander Schönherr

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