Nach zuletzt 16 Toren in vier Spielen markierten diesmal Guerrero (19./66.) und Trochowski (86./Elfmeter) vor 54.112 Zuschauern die Treffer für den noch ungeschlagenen HSV, der zum fünften Mal in Serie mindestens drei Treffer erzielte. Die Kölner, für die Adil Chihi (76.) traf, blieben auch im vierten Saisonspiel ohne Sieg und gehen nach ihrem schlechtesten Saisonstart seit 17 Jahren als Schlusslicht in die Länderspielpause.
Werder feierte in Berlin 3:2-Sieg
Auch Austrias Europa-League-Gegner Werder Bremen (ohne den verletzten ÖFB-Teamverteidiger Sebastian Prödl) blieb am Sonntag siegreich. Der deutsche Pokalsieger besiegte in Berlin Hertha BSC mit 3:2. Die Blau-Weißen finden sich nach der dritten Meisterschafts-Pleite in Folge im Tabellenkeller wieder. DFB-Jung-Nationalspieler Mesut Özil (57.) mit seinem dritten Saisontor, Tim Borowski (74.) und Naldo (84.) sorgten für den verdienten 3:2-Sieg der Bremer in der Hauptstadt.
Mit sieben Punkten rückte Werde dicht an die führenden Klubs heran. Die Berliner, für die vor 49.176 Zuschauern Lukasz Piszczek (77.) und Patrick Ebert (91.) trafen, fielen dagegen in den Relegationsbereich auf Platz 16 zurück.
"Wir sind nicht konsequent genug im Herausspielen von Möglichkeiten", bemängelte Werder-Sportchef Klaus Allofs zur Pause. Mitten in die stärkste Phase der Hausherren hinein platzte durch das 0:1 durch Özil, der den Ball über Drobny hinweg ins Netz schlenzte, doch der Knoten. Mit einem Abstauber machte Borowski alles klar für Werder, nachdem Drobny einen Schuss von Marin nicht festhalten konnte. Als sich die Hertha nach Piszczeks Anschlusstor um den Ausgleich bemühte, wurde sie erneut eiskalt erwischt - und wieder war Özil der Vorbereiter.
Leverkusen schlägt VfL Bochum
Bereits am Samstag hat sich Bayer Leverkusen vor eigenem Publikum gegen den VfL Bochum knapp mit 2:1 (1:1) durchgesetzt. Die Bochumer gingen ohne den nur auf der Bank sitzenden Christian Fuchs zwar durch Diego Klimowicz (32.) überraschend in Front, Manuel Friedrich (41.) und Stefan Kießling (68.) drehten die Partie aber noch zugunsten der Hausherren.
Schalke 04 (7) musste sich zu Hause dem SC Freiburg (ohne Michael Langer) geschlagen geben und verpasste damit, nach Punkten mit dem Leader gleichzuziehen.
Korkmaz nur auf der Bank
Ein Erfolgserlebnis gab es für Andreas Ibertsberger. Der 27-jährige Außenverteidiger spielte beim 1:0-Auswärtssieg von 1899 Hoffenheim bei Hannover 96 auf der für ihn doch ungewohnten Position rechts im Mittelfeld durch.
Nicht zum Einsatz kam Ümit Korkmaz beim 1:1-Heimremis von Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund. Der VfB Stuttgart und der 1. FC Nürnberg trennten sich torlos.
Robben trifft bei Bayern-Debüt doppelt
Beim 3:0 (1:0)-Sieg von Bayern München gegen Meister VfL Wolfsburg hat der Niederländer Arjen Robben am Samstagabend einen Traum-Einstand gefeiert. Beim Blitz-Debüt für seinen neuen Klub hat der 24-Millionen-Mann auf Anhieb zweimal getroffen und den unmittelbar hinter den Wolfsburgern vorläufig siebentplatzierten Bayern zum ersten Sieg in der bisher enttäuschenden Saison verholfen.
Der einen Tag zuvor von Real Madrid verpflichtete Nationalspieler belebte am Samstag als "Joker" beim 3:0 (1:0) gegen die enttäuschenden Gäste nicht nur das Spiel, sondern erzielte - zweimal glänzend von Franck Ribery in Szene gesetzt - gleich seine Premieren-Treffer (68. Minute/80.). Mario Gomez (27.) hatte die Münchner in Führung gebracht und den Grundstein für den 50. Münchner Bundesliga-Sieg in der Allianz-Arena gelegt.
Van Gaal mit 4-3-3-System
Im insgesamt 100. Pflichtspiel der Bayern in ihrem WM-Stadion hatte Trainer Louis van Gaal wie schon beim Test unter der Woche in Berlin auf ein 4-3-3-System gesetzt. Lange verzichtete der Chefcoach dabei auf Rückkehrer Ribery und Neuzugang Robben, die den Wert der Bayern-Ersatzbank auf über 70 Millionen Euro hochschraubten. In neuer Taktikformation - und vor allem mit ganz anderer Einstellung - präsentierten sich die Gastgeber deutlich gefestigter.
Anatoli Timoschtschuk zeigte auf der Sechser-Position sein bestes Spiel im neuen Trikot, in vorderster Front war Gomez sehr präsent. Zweimal scheiterte der Nationalstürmer (3./8.), doch nach einem Distanzschuss von Hamit Altintop war er mit seinem zweiten Saisontor zur Stelle. Profitiert hatte Gomez von einem Fehler von VfL-Keeper Diego Benaglio. Dessen Gegenüber Jörg Butt rettete bei einem Kopfball von Edin Dzeko (60.) mit einem Weltklasse-Reflex.
Robben trifft nach Vorarbeit von Ribery
Mit Beifall und großer Vorfreude wurde Robben schon beim Warm-Up in der Halbzeitpause von den Fans begleitet - und sein Einstand machte Lust auf mehr. Der Flügelflitzer setzte auf rechts gut seine Mitspieler ein, dribbelte in höchstem Tempo und probierte sich auch schnell mit zwei Distanzschüssen (56./59.). Rechts flitzte Robben, links durfte in der letzten halben Stunde auch Ribery ran.
Und gut 20 Minuten vor dem Schlusspfiff hatten die Münchner ihr neues Traumpaar, als Robben nach Vorarbeit des Franzosen sein perfektes Debüt besiegelte. Beschwingt durch die Führung ließen die Hausherren danach zu viele Wolfsburger Chancen zu. Dzeko (72.) traf den Pfosten, Grafite (74.) fand beim Kopfball in Philipp Lahm auf der Linie den Meister. Wieder Robben nach exzellentem Konter über Ribery sorgte für die gelungene Revanche nach dem 1:5 vor fünf Monaten in Wolfsburg. Der italienische Weltmeister Cristian Zaccardo verlässt übrigens Wolfsburg in Richtung FC Parma.
Mainz in Gladbach beim 0:2 chancenlos
Bereits am Freitag hat Andreas Ivanschitz mit dem FSV Mainz 05 den Sprung an die Spitze der deutschen Fußball-Bundesliga klar verpasst. Der "Karnevalsverein" verlor im Duell der Aufsteiger bei Borussia Mönchengladbach verdient mit 0:2 (0:1). Der Ex-ÖFB-Teamkapitän kam im zentralen Mittelfeld bis zur 66. Minute zum Einsatz.
Ivanschitz diesmal gänzlich farblos
Im Gegensatz zu den ersten drei Meisterschaftspartien blieb Ivanschitz, der am Samstag gegen Bayern München beim 2:1-Sieg sein erstes Bundesliga-Tor erzielt hatte, diesmal gänzlich farblos. Der 25-Jährige war bis zu seinem Austausch der Mann der ruhenden Bälle bei den schwachen Mainzern, die mit der 0:2-Niederlage noch gut bedient waren. Die Tore für Gladbach erzielten Raul Bobadilla in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (47.) und Marco Reus (84.).
Mainzer mit Tormann-Problemen
Mit Heinz Müller verletzte sich bei Mainz zunächst der Einserkeeper, ehe in der Schlussphase dann noch dessen Ersatz Christian Wetklo trotz einer starken Wadenbeinprellung das Match zu Ende spielte. Mainz hatte schon dreimal gewechselt.
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