Geld für Arme

BZÖ “verfälscht” die Statistik

Kärnten
28.08.2009 17:27
Nur jeder 41. Bedürftige erhält in Kärnten Sozialhilfe, beklagt die Armutskonferenz an Hand von Statistiken. Allerdings verfälscht die seit Jahren geübte BZÖ-Praxis, finanzielle Zuschüsse über orange Referate statt über das jahrzehntelang von der SP geführte Sozialreferat auszubezahlen, zumindest die Kärntner Zahlen.

Laut Armutskonferenz liegt Kärnten unter den Bundesländern an achter Stelle: Danach würde nur jeder 41. einkommensarme Kärntner Sozialhilfe in irgendeiner Form erhalten. In Wien sei es dagegen jeder Dritte.

Zahlungen nicht über Sozialreferat
"Das wird bei uns kaum schlechter  sein“, meint dazu Sozialreferent Christian Ragger. Denn nicht einmal die Hälfte der Sozialleistungen werde in Kärnten übers Sozialreferat ausbezahlt. Müttergeld, Pendlergeld, Heizkostenzuschuss, Familienzuschuss und Wohnbeihilfe laufen über Referate oranger Regierungsmitglieder. „Diese Transferleistungen betragen rund 26 Millionen Euro“, erklärt Ragger.

„Das Sozialreferat wendet noch weitere 21 Millionen an Sozialleistungen auf.“ Das werde von den Statistiken aber nicht berücksichtigt.

von Waltraud Dengel, "Kärntner Krone"
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