Besonders betroffen von den Unwettern am Freitagabend war die Gerlitzenstraße, die von einer mächtigen Stein- und Geröllmure verschüttet wurde. Josef Mitterer war gerade auf dem Heimweg auf die Gerlitze, als sein Fahrzeug von den Geröllmassen erfasst wurde. „Als ich den Bereich beim Klausengraben mit dem Kleinbus passieren wollte, war die Straße nur leicht verlegt, trotzdem ist mein Wagen stecken geblieben. Ich bin ausgestiegen, um zu sehen, welches Gerät wir benötigen, um den Dreck zu beseitigen“, so Mitterer.
"30 Meter mitgerissen"
Der „Mathiasl“ von der Gerlitzen ist nämlich auch Obmann der Weggenossenschaft Deutschberg-Stockerboden, zu der die Gerlitzenstraße gehört. Der Gastwirt zur „Krone“: „Ich bin ein paar Meter zurückgegangen, da haben mir gewaltige Gesteinsmassen die Füße wegzogen und mich etwa 30 Meter über einen steilen Abhang mitgerissen.“
Der 61-Jährige verlor das Bewusstsein. Er wurde später von der Feuerwehr geborgen. Die Rettung brachte den Bodensdorfer ins LKH Villach, wo gebrochene Rippen, Gehirnerschütterung und Prellung diagnostiziert wurden.
Hart im Nehmen
„Mir ist bewusst, dass ich großes Glück hatte. Es hätte auch tragisch ausgehen können. Ich bin froh, dass ich noch lebe“, so der Gastwirt und Obmann des MGV Bodensdorf, der offensichtlich hart im Nehmen ist: „Am Montag sollen wir im Lavanttal ein Begräbnis singen, da muss ich unbedingt aus dem Spital draußen sein.“
von Wilfried Krierer, "Kärntner Krone"
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