Giuseppe Manna reibt sich die Hände - in seiner Lotto-Annahmestelle in Obertarvis stellen sich seit Wochen die Glücksritter bis auf die Straße hinaus an. „Alora, komme viele Austriaci spiele Lotto!“ – Ja, und wie viel Geld setzen diese Kunden im Schnitt ein? Giuseppe erklärt's typisch italienisch. Wild gestikulierend gibt er uns zu verstehen, dass es so zwischen zehn und 20 Euro pro Spielschein sind.
127,5 Millionen, um die es am Dienstag um 20 Uhr im „SuperEnalotto“ ging, sind ja wahrlich kein Pappenstiel. Nun wächst der Jackpot weiter an. Seit mehr als sechs Monaten ist er nicht mehr geknackt worden. Am Donnerstag wartet schon die nächste Ziehung.
900 Mal ins All fliegen
Die Garage ließe sich für 127,5 Millionen mit 600 Ferraris füllen, der Gewinner könnte aber auch 900 Mal mit dem neuen Raumschiff „SpaceShipTwo“ des englischen Milliardärs Richard Branson ins All fliegen. Der verlangt die Lächerlichkeit von 140.000 Euro pro Ausflug. Oder, auch wenn's wenig ratsam erscheint: Der Gewinner könnte sich ein EM-Stadion (und noch ein halbes dazu) kaufen, das den derzeitigen Besitzern ohnehin schwer im Magen liegt. Etwa in Klagenfurt...
Die meisten Wünsche sind profaner, wie der Lokalaugenschein in Tarvis zeigte: „Ein Häuschen“, würde Sylvia S. aus Villach erstehen; „eine Weltreise“ Josef N. aus Velden machen. Verena D. aus Salzburg und Bela T. aus Wien stellten sich ebenfalls brav an. „Wir sind aus Slowenien extra hergefahren. Bei so einer Gewinnchance muss man mitmachen.“ Apropos Gewinnchance: Die liegt für einen Solosechser bei 1:600 Millionen...
von Fritz Kimeswenger ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at
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