Einnahmen sprudeln

Parksünder bringen Graz jedes Jahr Millionen

Steiermark
22.07.2009 16:15
Regeln sind dazu da, um gebrochen zu werden - diese Einstellung scheint in Graz weiter verbreitet zu sein, als man denkt; Verstöße stehen an der Tagesordnung. Die daraus resultierenden Strafen sind jedenfalls eine riesige Einnahmequelle für die Stadt. Allein mit Falschparkern verdient die Murmetropole jedes Jahr Millionen!

Im Vorjahr kassierte die Stadt Graz mehr als fünf Millionen Euro an Parkstrafen, von Jahresbeginn 2009 bis Ende Juni waren es auch schon wieder knapp 2,4 Millionen -Einnahmen, die die finanzmarode Stadt gut brauchen kann.

Für Verkehr zweckgebunden
"Hier gibt es einen Sockelbetrag, der in das allgemeine Budget fließt. Alles was darüber hinausgeht, kommt zweckgebunden dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs zugute", erklärt Gottfried Pobatschnig, Leiter der Abteilung für Parkraumbewirtschaftung. Das Geld ist also bestens investiert!

Grüne Zone 2007 eingeführt
Das letzte größere Plus gab es im Jahr 2007. Damals wurden die grünen Zonen eingeführt, 5.000 neue gebührenpflichtige Stellplätze kamen hinzu (aktuell sind es 20.000 - 13.000 in der blauen, 7.000 in der grünen Zone). Zum Vergleich: Die Stadt Wien verdient mit  Falschparkern jährlich 32 Millionen Euro - dort gibt es 126.000 gebührenpflichtige Autoabstellplätze.

Zonenausweitung im Frühjahr
Die nächste Zonenausweitung wird übrigens nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen: "Für das kommende Frühjahr ist die Schaffung von 5.000 neuen Stellplätzen in der grünen und 1.000 in der blauen Zone geplant", sagt Pobatschnig.

  • Was die Stadt Graz mit Parkstrafen verdient:
    2006: 4,3 Millionen Euro
    2007: 4,9 Millionen Euro
    2008: 5 Millionen Euro
    2009 (Ende Juni): 2,3 Millionen Euro
    2008 etwa wurden 163.248 Organmandate ausgestellt. 
  • Zum Vergleich - Einnahmen aus Parkgebühren: 
    2006: 10,1 Millionen Euro
    2007: 11,6 Millionen Euro
    2008: 12,3 Millionen Euro
    2009 (Ende Juni): 6,3 Millionen Euro 
  • Ordnungswache (Hundekot, Alkverbot, Müll & Co.):
    2008 wurden 844 Organstrafmandate "verteilt" - das entspricht Einnahmen von 21.856 Euro. Weiters gab es 10.451 Belehrungen und 255 Anzeigen (Vandalismus).
  • Im Bereich Jugendwohlfahrt wurden Strafen in der Höhe von etwa 5.000 Euro ausgesprochen. 

von Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"

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