'Stellt die Xbox weg'

Obama mahnt Eltern zu mehr Verantwortung

Spiele
21.07.2009 12:04
Für Empörung innerhalb der Gamerschaft hat eine Rede von US-Präsident Barack Obama gesorgt. Mit den Worten "Stellt die Xbox weg!" forderte er Eltern während einer Veranstaltung der National Association für the Advancement of Colored People vergangene Woche dazu auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und Kinder nicht der Konsole zu überlassen. Inzwischen hat auch Microsoft auf den Vorschlag des Präsidenten reagiert.

"Damit unsere Kinder Hervorragendes leisten, müssen wir unserer eigenen Verantwortung gerecht werden. Das heißt, dass ihr die Xbox wegstellt und eure Kinder zu einer vernünftigen Uhrzeit ins Bett steckt", hatte US-Präsident Barack Obama in seiner Rede gesagt. 

In der US-Presse fielen die Reaktionen darauf gemischt aus. Das renommierte "Wall Street Journal" fragte in einer Überschrift "Was hat die Xbox Obama eigentlich getan?" und "Gears of War"-Entwickler Cliff Bleszinski forderte Obama über den Kurznachrichtendienst Twitter auf: "Obama, hör auf die Xbox zu hassen!" Insbesondere die Tatsache, dass der Präsident die Konkurrenzprodukte von Sony und Nintendo unerwähnt ließ, stieß vielen Gamern sauer auf.

Inzwischen hat Microsoft reagiert und dem Präsidenten zugestimmt, dass Kinder "Medien nur auf Arten nutzen sollten, die sicher, gesund und ausgewogen" sind. Im selben Atemzug wies ein Sprecher des Konzerns darauf hin, dass die Xbox 360 die einzige Konsole am Markt mit einer Timer-Funktion sei, die es Eltern erlaube, die Spielzeit der Kinder zu beschränken. Zudem könne mittels Elternfreigabe bestimmt werden, welche Inhalte der Nachwuchs über die Konsole konsumiere.

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