"1950 bis 2008"

So hat Haider noch niemand gesehen

Kärnten
04.07.2009 17:15
Eine Frau kniet vor einem Plakat und weint: Diese Szene am Todestag des Kärntner Landeshauptmannes gab den Anstoß für die Sonderausstellung „Jörg Haider 1950 bis 2008“, die im Klagenfurter Bergbaumuseum auf 800 Quadratmetern ab 10. Oktober präsentiert wird. Die „Krone“ blickte erstmals hinter die Kulissen der Vorbereitungen für diese berührende Präsentation.

„Ich stelle alles zur Verfügung, was bei der Ausstellung benötigt wird“, sagt Claudia Haider. Das Konzept für die Sonderschau stammt von Gerhard Finding, Direktor des Bergbaumuseums: „Den Anstoß dafür gab eine Szene am Tag nach Haiders Unfall. Eine Frau kniete vor einem Plakat des verstorbenen Landeshauptmannes, betete und weinte. Das hat mich so berührt, dass ich mich entschlossen habe, eine Ausstellung zu machen.“

"Gefühle der Menschen erreichen"
Schon seit Monaten arbeitet ein Team für diese Sonderschau. Finding: „Die Ausstellung wird kritisch, soll aber vor allem die Gefühle der Menschen erreichen.“ Gezeigt werden 400 bis 500 Fotos aus allen Bereichen des Lebens von Jörg Haider. Finding: „Diese werden erstmals veröffentlicht.“ 120 kommen allein aus dem Elternhaus in Bad Goisern. Sie wurden von Haiders Mutter Dorothea zur Verfügung gestellt. Die 91-Jährige wird auch auf einem der zahlreichen Videoclips, die für die Multimedia-Schau produziert wurden, zu sehen sein. Sie erzählt dabei über den letzten Tag mit ihrem Sohn.

Fotos aus dem Leben Haiders findest du in der Infobox rechts!

„Wir verwenden für die Inszenierung modernste Technik“ so Finding. Besucher können unter zahlreichen verschiedenen Videos aus Haiders Privatleben auswählen. Führungen mittels MP3-Player gibt es auf Englisch, Italienisch und auf Slowenisch.

Auch das Schaukelpferd aus Haiders Kindheitstagen und die Pfeifen, die Jörg Haider bereits als Jugendlicher gesammelt hatte, haben die  Ausstellungsmacher organisiert. Sogar das Büro des verstorbenen Kärntner Landeshauptmannes wird original nachgebaut. „Auch seine Kleidungsstücke – Haider war ja in punkto Mode ein Trendsetter – auch die Reden, Urkunden sowie die Bücher, die Haider geschrieben hat, werden in der Schau präsentiert“, so Albert Gunzer. Der Kulturreferent rechnet mit 100.000 Besuchern. Die Kosten für die Schau liegen bei 85.000 Euro.

von Gerlinde Schager, "Kärntner Krone"

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