Der Streit um ein „Pilz-Pickerl“ auf der Sau- und Koralm bestimmte schon im Sommer 2008 über Wochen die Schlagzeilen. 45 Euro wollten Großgrundbesitzer fürs Schwammerlsuchen einkassieren, um „die Ausbeutung unserer Wälder“ zu verhindern. „Das war ein Fehler“, sagen die Verantwortlichen nun. Denn durch den hohen Vignettenpreis wurde die Diskussion um einen behutsameren Umgang mit der Natur völlig in den Hintergrund gerückt.
Fazit des Vorjahres: Die Waldbesitzer hielten dem Druck nicht stand, am 22. August gab Sprecher Dominik Habsburg-Lothringen schließlich bekannt, dass die Gebühreneinhebung ausgesetzt werde. Auch im heurigen Jahr wird es vorerst nichts aus den Pilzvignetten-Ambitionen, für 2010 soll nun eine ordentliche Lösung gefunden werden.
"Was uns stört, sind Profis"
Der Land&Forst-Betriebe-Steiermark-Sprecher Hans Grieshofer: „Wir sind nicht dagegen, dass die Menschen ihre zwei Kilo Pilze nach Hause tragen. Was uns stört, sind Profis, die die Wälder ausräumen.“
Heftiger Protest gegen jede Form der "Pilzvignette" kommt von den Naturfreunden. Österreich-Chef Reinhard Dayer: „Ein Volksbegehren gegen diese Pilzvignette ist denkbar!“
von Barbara Winkler und Martin Radinger ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at
Symbolbild
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