Aufkommender Wind erschwerte die Löscharbeiten der 225 Feuerwehrmänner, die Flammen wurden durch die Böen immer wieder angefacht. Trotzdem gelang es, den Brand nach einigen Stunden unter Kontrolle zu bringen. Auf der Zentralverwaltung des Gebäudes - die das Herzstück der gesamten Rutar Group darstellt - lag das Hauptaugenmerk der Einsatzkräfte. Sie blieb aufgrund gesicherter Brandabschnitte unbeschädigt - um sie zu retten wurde aber die Möbelausstellung aufgegeben.
"Lebenswerk brennt nieder"
"Ein Lebenswerk brennt nieder, aber Gott sei Dank ist keinem etwas passiert", sagte Geschäftsleiter Stanko Gregoric. "Ich kann noch keine qualifizierte Angabe zum Schaden machen", so Gregoric weiter, er gehe aber davon aus, dass alles von der Versicherung gedeckt sei. Aufgrund der Mittagspause befand sich zum Brandzeitpunkt nur die Hälfte des Personals im Gebäude - es konnte ohne Zwischenfälle geräumt werden.
Auch das Lacklager hatte Feuerwehr sowie Landeschemiker Alexander Myslik Kopfzerbrechen bereitet. "Es bestand aber keine Explosionsgefahr", konnte Myslik Entwarnung geben. "Zwar verdünnt der Rauch sich durch den Wind, aber durch das Einatmen der freigesetzten Schadstoffe wie Kohlenmonoxid oder Dioxine kann es zu Reizungen von Schleimhäuten, Lungen- oder Bronchialgewebe kommen", erklärte der Chemiker den Grund für die Warnung an die Anrainer.
Ein Feuerwehrmann leicht verletzt
Schwerverletzte waren keine zu beklagen, ein Feuerwehrmann erlitt lediglich eine leichte Rauchgasvergiftung. Die Brandursache war vorerst unbekannt. Die Eisenkapplerstraße (L120) im Ortsgebiet von Eberndorf war im Brandbereich für einige Stunden gesperrt.
Bekannt wurde die in Eberndorf ansässige Firma Rutar, als sie 1980 die Firma AVE-Möbel in Villach übernommen und zu einem eigenen Möbelzentrum ausgebaut hatte. Vier Jahre später erfolgte die Übernahme des Möbelhauses Schöffmann in St. Veit, seit 1998 expandierte das Unternehmen nach Slowenien, wo es inzwischen zum Marktführer wurde. Die Rutar Group ist ein Familienunternehmen, das derzeit rund 1.000 Mitarbeiter in Österreich, Slowenien und Kroatien beschäftigt.
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