Sturm-Präsident Hans Rinner (Bild) war schon im Vorfeld die Ruhe in Person gewesen. "Diese Lizenzvergabe hat mich kaum tangiert, die Sache war sonnenklar und für mich sozusagen nur ein Nebenschauplatz. Der Aufforderung, eine kleine Formalität zu berichtigen, sind wir nachgekommen."
KSV-Präsident Erwin Fuchs sah dem Donnerstag auch locker entgegen. "Weil alle Mitarbeiter einen hervorragenden Job gemacht und wir alles im Vorfeld bereits erledigt haben. Auch bei der Auflage des Vorjahres, die Tribüne zu erneuern, sind wir im Plan, sie wird Ende Juni fertiggestellt sein und steht ab Saisonbeginn zur Verfügung."
Während Sturm sein Budget etwa um eine halbe Million auf 8,5 Millionen erhöhen wird können, muss Kapfenberg kommendes Jahr kürzertreten. Fuchs: "Wir müssen reduzieren, mehr als knapp vier Millionen schaffen wir nicht."
Gratkorn und GAK müssen weiterkämpfen
Ex-Meister GAK will mit aller Kraft aus der Regionalliga rauf in die Erste Liga - kassierte am Donnerstag aber am grünen Tisch eine herbe Niederlage: In erster Instanz gab's keine Lizenz.
In Gratkorn nimmt man den negativen Lizenzentscheid relativ locker: "Das liegt an unserem Kunstrasen. Wir müssen ihn austauschen. Nur ist die Gemeinde Eigentümer des Stadions und da war der Bundesliga eine Absichtserklärung allein zu wenig", erklärt Klub-Boss Josef Schenkirsch. "Wir werden die nötigen Unterlagen aber nachreichen und den Rasen sofort nach Ende der Saison neu verlegen lassen."
Gratkorn ist überzeugt, sein Problem in den Griff zu kriegen - der GAK ist es auch. Ihm war vom Senat 5 für die Nichterteilung der Lizenz folgende Begründung geliefert worden: Mit der formal nicht ausreichenden Erbringung der Nachweise zur Ausfinanzierung der laufenden Saison und der Erläuterungen über die Modalitäten betreffend Quotenforderung der Stadt Graz aus dem Zwangsausgleichsverfahren.
Kürschner "gedämpft"
Präsident Dipl. Ing. Anton Kürschner ("Im ersten Moment war ich ziemlich gedämpft") beruhigt sich und die Fans. "Zwei Punkte, die eine Formalsituation darstellen. Bezüglich Stadt Graz geht's um 60.000 Euro Zwangsausgleichsquote, worüber es auch eine Vereinbarung mit der Stadt gibt. Das wird nächste Woche geklärt, wie wir das lösen. Und was das laufende Budget anlangt: Da ist bis 30. Juni der Betrag von 150.000 Euro nachzuweisen, wer für diesen haftet. Auch wenn es kein Kompliment für die Bundesliga ist, rechtlich ist die Vorgangsweise okay - und für uns auch durchaus lösbar."
Bundesliga:
Lizenz erteilt (ohne Auflagen): Salzburg, Rapid, Sturm Graz, Austria, Ried, LASK, Kapfenberg, Mattersburg, Altach.
Lizenz verweigert: SK Austria Kärnten.
Erste Liga:
Lizenz erteilt (ohne Auflagen): SC Wr. Neustadt, Wacker Innsbruck, St. Pölten, Austria Lustenau, SV Grödig.
Lizenz verweigert: Admira, FC Gratkorn, FC Lustenau, 1. FC Vöcklabruck.
Kein Lizenzantrag gestellt: DSV Leoben.
Anmerkung: Für die Amateure von Salzburg und Austria gilt die Lizenzerteilung für die Kampfmannschaft.
Regionalliga:
Lizenz erteilt: SV Horn, Vienna, Parndorf, Hartberg, Wattens.
Lizenz verweigert: St. Andrä, GAK, FC Dornbirn.
Die weiteren Termine:
11. Mai: Ende Protestfrist.
16. Mai: Entscheidung Protestkomitee (2. Instanz), danach innerhalb von sieben Tagen Einreichung der Klage beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht.
31. Mai: Entscheidung Ständiges Neutrales Schiedsgericht.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.