Über diese vier Subdealer - drei Frauen und ein Mann, im Alter von 22, 23, 25 und 40 Jahren - kamen die Kriminalisten nach umfangreichen Erhebungen auf die beiden Haupttäter. Der Wiener lieferte dem Grazer Pensionisten pro Woche bis zu 200 Stück Substitol, die dieser dann an seine Subdealer zum Verkauf weiter gab.
Pensionisten vermieden Kontakt zur Szene
Während die beiden Senioren den Kontakt zur Szene vermieden und in dem Zeitraum selbst keine Drogen konsumierten, versorgten die Subdealer zumindest 50 Angehörige der sogenannten "Hauptplatzszene" in Graz regelmäßig mit dem Drogenersatzmittel.
Beschaffung lief über Wiener Arzt
Obwohl der Wiener Pensionist nach einem längeren Entzugsprogramm keine Drogenersatzmittel mehr benötigte, ließ er sich von seinem Arzt weiterbehandeln und erhielt so pro Woche 35 Stück Substitol, die er zu einem Stückpreis von zwölf Euro an den Grazer verkaufte. Da mit dieser Menge die rege Nachfrage der Szene über den Grazer Pensionisten nicht gedeckt werden konnte, kaufte der 60-Jährige das Ersatzmittel von mehreren Wiener Substitolbeziehern, die ihre Kapseln nur zum Teil benötigten.
Haupttäter nur teilweise geständig
Die beiden Pensionisten wurden bereits Anfang April 2009 bei einer Übergabe am Hauptbahnhof im Fahrzeug des Grazers von den ermittelnden Kriminalisten beobachtet und wenig später verhaftet. Im Auto wurden rund 100 Substitol-Kapseln und etwa 1.700 Euro sichergestellt. Während die Subdealer voll geständig waren, waren die beiden Hauptverdächtigen nur teilgeständig. Nach den Einvernahmen wurden alle sechs in die Justizanstalt Graz-Jakomini überstellt.
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