Die Forscher verglichen das Kontrast-Sehvermögen erfahrener Action-Videospieler mit dem von Nicht-Spielern. Die Videospieler waren dabei klar im Vorteil: Ihre Augen waren rund eineinhalb Mal empfindlicher für feine Grauschattierungen. Diese Fähigkeit ist im Alltag besonders wichtig unter schlechten Sichtbedingungen wie etwa beim nächtlichen Autofahren. Die Kontrastempfindlichkeit gehört zudem zu den Eigenschaften des Auges, die durch Altern oder Krankheiten zuerst leiden.
Um zu testen, ob sich das Kontrastsehen trainieren lässt, musste eine kleine Gruppe vormaliger Nicht-Spieler im Auftrag der Forscher neun Wochen lang täglich Videospiele spielen. Bei denjenigen, die mit actionreichen Spielen trainierten, verbesserte sich dabei tatsächlich die Kontrastempfindlichkeit der Augen - nicht sehr stark, aber doch signifikant und anhaltend. Ein Strategie-Videospiel hatte diesen positiven Effekt dagegen nicht.
Die Forscher sehen Actionspiele bereits als ergänzende Technik zur Behandlung nachlassender Kontrastempfindlichkeit. Bisher sei - anders als für manche andere Fähigkeiten des Auges - keine Trainingstechnik für das Kontrastsehen bekannt. Eine Verbesserung sei bisher nur über Brillen, Kontaktlinsen oder einen chirurgischen Eingriff zu erreichen.
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