Das Zauberwort hinter "OnLive" (siehe Infobox) lautet Streaming: Sämtliche Spiele laufen auf den Servern von Readern, das mit Grafikkarten, Prozessoren und Arbeitsspeicher auch gleich die nötige Hardware-Infrastruktur zur Verfügung stellt. Der Spieler benötigt lediglich einen Software-Client, welcher sowohl für PC als auch MAC angeboten werden soll, um sich mit den OnLive-Servern zu verbinden, sowie eine möglichst schnelle Internet-Verbindung.
"Crysis" ruckelfrei auf dem MacBook
Dass das System prinzipiell funktioniert, demonstrierte das Unternehmen mit EAs Hochglanz-Shooter "Crysis" auf einem simplen MacBook: Bei voller Detailstufe habe sich das Game dank neuartiger Datenkompression ruckelfrei spielen lassen, berichtet "Golem". Die Latenz beim Informationsaustausch zwischen Client und Server betrage nur eine Millisekunde, wodurch selbst Multiplayer-Spiele problemlos spielbar seien. "OnLive"-Gründer Steve Perlman zufolge sei bei einer Downstream-Geschwindigkeit von 1,5 MBit/s eine Standardauflösung von 480p möglich. Die volle Auflösung von 1.280 mal 720 Pixeln (720p) bei 60 Bildern gebe es bei einer Geschwindigkeit von 5 MBit/s.
OnLive-Konsole als Konkurrenz zu Xbox, PS3 und Wii?
Wer keinen PC sein Eigen nennt, soll sich aktuelle Games mit Hilfe einer eigenen "OnLive"-Konsole auch direkt auf den Fernseher streamen können. Das mit einem HDMI- sowie einem optischen Digital-Ausgang ausgestattete Gerät soll laut Perlman "weniger als eine Wii" kosten, wodurch es zu einer echten Konkurrenz für aktuelle NextGen-Konsolen werden könnte. Bereits Ende des Jahres soll der Dienst in den USA an den Start gehen, wenig später soll "OnLive" auch international verfügbar sein. Derzeit stehen 16 Titel zur Verfügung, darunter "F.E.A.R. 2", "Burnout Paradise" oder "Prince of Persia", weitere sollen bis zum Marktstart folgen. Der Nutzer soll die Spiele über ein Abo-Modell beziehen können. Nähere Details sind noch nicht bekannt.
Hinter dem Unternehmen Readern stecken übrigens eine Reihe bekannter Persönlichkeiten: Firmenchef Steve Perlman entwickelte einst das QuickTime-Format, weitere Firmenmitglieder sind der ehemalige Eidos-Vorstand Mike McGarvey sowie Mozilla-Gründer Tom Paquin.
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