Mo, 20. August 2018

Linearbeschleuniger

23.02.2009 17:54

Ohne Geld aus NÖ kein zweites Bestrahlungsgerät

Ob das SMZ Ost in der Donaustadt den dringend benötigten zweiten Linearbeschleuniger zur Krebstherapie erhält, liegt in den Händen von Niederösterreich: Da rund die Hälfte der Patienten im Krankenhaus aus diesem Bundesland kommt, verlangt die Stadt Wien eine Beteiligung an der Finanzierung des teuren Gerätes.

Das SMZ Ost hat Probleme bei der Behandlung von Krebspatienten, da der Linearbeschleuniger zur Bestrahlung sehr reparaturanfällig ist und auch gewartet werden muss. Die Folge: Frisch Operierte müssen entweder warten oder in ein anderes Spital ausweichen. Alle Schwierigkeiten könnten mit der Installierung eines zweiten Linearbeschleunigers gelöst werden.

"Niederösterreich muss sich an der Finanzierung beteiligen"
Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely: "Wir treten auch für ein weiteres Gerät im SMZ Ost ein, aber Niederösterreich muss sich bei der Finanzierung dieser Sechs-Millionen-Investition beteiligen, da etwa 50 Prozent der Patienten von dort stammen." Im Großgeräteplan ist die wichtige Anschaffung bereits vorgesehen, aber die Niederösterreicher wollen nicht in die Tasche greifen...

In Wien gibt es derzeit 13 Linearbeschleuniger. Neben jenem im SMZ Ost stehen je zwei dieser Geräte im Wilhelminen- und Kaiser-Franz-Josef-Spital sowie im Krankenhaus Hietzing. Das AKH (Allgemeines Krankenhaus) ist mit sechs dieser oft lebensrettenden Apparate am besten bestückt.

Von Erich Vorrath, Kronen Zeitung

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