Watschentanz

Facebreaker K.O. Party

Spiele
15.01.2009 10:35
Boxen auf dem Weg zur neuen Familien-Trendsportart? Wenn es nach Electronic Arts geht, ist das kein großer Widerspruch. Man nehme vollkommen abgedrehte Charaktere, verpacke sie in einer schicken Comic-Grafik, setze auf die innovative Wii-Steuerung und schon kann der fröhliche "Watschentanz" mit "Facebreaker K.O. Party" in die erste Runde gehen.

Den Ambitionen abträglich, ein Spiel für die ganze Familie zu bieten, ist hingegen der Titel "Facebreaker", der eine ganz besondere Gesichtsbehandlung verspricht. Er bezieht sich auf die Möglichkeit, einem geschlagenen Gegner das Gesicht grundlegend neu zu gestalten.

Der erste Probekampf endet mit einem glatten K.O.-Sieg und einem nach Luft japsenden Tester. Mit den beiden Wii-Controllern werden die Schläge ausgeführt und das geht auch ohne Üben sofort in Fleisch und Blut über. Mit jedem Treffer füllt sich die Haybreaker-Anzeige ein weiteres Stückchen. Sobald sie voll ist kann der Haybreaker, ein echter Hammerschlag, ausgeführt werden. 

Theoretisch steht eine Vielzahl von Schlägen zur Verfügung, die mit etwas Training auch beherrscht werden können. Jedoch arten die Kämpfe aufgrund ihrer Dynamik letzten Endes immer in hektischem Gefuchtel aus. Dies mindert den Spielspass jedoch nur unwesentlich - dafür, dass die Kämpfe eine schweißtreibende Angelegenheit sind und sich die fehlende Kondition des Testers schnell bemerkbar macht, kann das Spiel schließlich nichts. 

Negativ ist allerdings der nach kurzer Zeit steil ansteigende Schwierigkeitsgrad. Die Gegner scheinen viel zu rasch unbezwingbar zu sein, wodurch die Motivation weiter zu spielen rasch in den Keller sinkt. Hierbei kommt ein weiteres Manko erschwerend hinzu: Für Einzelspieler bieten die Spielmodi zu wenig Abwechslung. Das Minigame im Arcade-Modus ist zwar eine nette Idee, aber eben auch nicht mehr. Ein Karriere- oder ein Story-Modus hätten Abhilfe schaffen können. 

Nicht weiter tragisch ist dies allerdings, wenn ein paar menschliche Mitspieler bei der Hand sind. Im witzigen Kampf-O-Mat-Modus geht es ordentlich zur Sache. Hier warten zufällig gestellte Aufgaben, denen sich bis zu drei Spieler stellen können. Die für Wii-Verhältnisse sehr gute Comic-Grafik und die gelungenen Animationen heben den Spaß zusätzlich.

Fazit: "Facebreaker K.O. Party" macht auch alleine Spass, allerdings nur kurzfristig. Die fehlende Abwechslung und der hohe Schwierigkeitsgrad lassen keine anhaltende Motivation aufkommen, weiter zu spielen. Der Multiplayer-Part macht dies jedoch großteils wieder wett und sorgt auch für die im Titel erwähnte Party.

Plattform: Wii
Publisher: Electronic Arts
krone.at-Wertung: 7/10 (Einzelspieler), 9/10 (Multiplayer)

von Harald Kaplan

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Spiele
15.01.2009 10:35
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

KMM
krone.at
krone.at
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung