Nach Sex-Spielchen

Klatten äußert sich zu Erpressungsaffäre

Ausland
21.11.2008 20:40
Erstmals hat die Milliardärin Susanne Klatten zu ihrer Erpressungsaffäre Stellung bezogen. Die Anzeige gegen den Verdächtigen Helg Sgarbi sei "ein Moment der Klarheit" gewesen, "es war unsere einzige Chance", sagte die verheiratete Mutter von drei Kindern. Die 43-Jährige hatte sich in Luxushotels mehrmals mit dem Schweizer getroffen und war von diesem anschließend mit Fotos erpresst worden.

"Anders geht das ewig weiter. Und das halten Sie nicht aus. Man muss sich wehren. Ich bin froh, dass ich das gemacht habe", sagte Klatten der "Financial Times Deutschland". Die Berichterstattung durch die Medien sei für sie nicht einfach gewesen, sagte die 46-Jährige. "Das geht mir sehr nah. Da wird man ein zweites Mal zum Opfer."

Reichste Frau Deutschlands
Die Quandt-Erbin und BMW-Großaktionärin gilt mit einem geschätzten Vermögen von bis zu neun Milliarden Euro als reichste Frau Deutschlands. Die Unternehmerin kontrolliert auch den Chemiekonzern Altana. 

Zweistelligen Millionenbetrag verlangt
Klatten hatte sich mehrfach mit Sgarbi in Hotels getroffen. Er soll sie zunächst mit einer erfundenen Geschichte von einem Unfall, für den ihn die Mafia verantwortlich mache, zur Zahlung von sieben Millionen Euro bewegt haben. Später soll er mit der Veröffentlichung von intimen Bildern gedroht und einen zweistelligen Millionenbetrag verlangt haben.

Verdächtiger in Österreich festgenommen
Im Jänner zeigte Klatten den Mann an, kurz darauf wurde der 43-Jährige in Österreich festgenommen. Seit März sitzt er in der Münchner Justizvollzugsanstalt Stadelheim in Untersuchungshaft. Noch in diesem Jahr soll Anklage gegen Sgarbi erhoben werden.

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