"Sonderanstalt"

UNHCR übt Kritik an Flüchtlingsbeauftragtem

Kärnten
05.11.2008 13:50
Scharfe Kritik am Agieren des Flüchtlingsbeauftragten des Landes Kärnten, Gernot Steiner (im Bild), in Bezug auf die umstrittene "Sonderanstalt" für mutmaßlich straffällig gewordene Asylwerber auf der Saualm hat das UN-Flüchtlingshoch-Kommissariat (UNHCR) geübt. In Interviews geäußerte Behauptungen Steiners, Zustimmung vom UNHCR zu dem Heim zu haben, seien nicht richtig, so Sprecher Roland Schönbauer am Mittwoch.

"Es gibt kein Okay zu diesem Asylquartier. Dass ein hoher Beamter das behauptet, ist inakzeptabel", betonte Schönbauer. Zudem falle Steiner mit der Verbreitung "unpassender Vorurteile" auf, anstatt eine verbindende Rolle einzunehmen. "Es gehört zum Anforderungsprofil eines Flüchtlingsbeauftragten, Verständnis für Menschen auf der Flucht zu stiften."

Fehlen eines Beherbergungsplanes
Schönbauer kritisierte auch das Fehlen eines Beherbergungsplanes auf der Saualm. "Jeder Häuslbauer macht einen Plan, bevor er zu bauen beginnt. Und hier geht es um Menschen", erklärte der Sprecher. Wenn für die Insassen etwa keine Tagesstruktur vorhanden sei, könne den Betroffenen rasch "die Decke auf den Kopf fallen", warnte der UNHCR-Sprecher.

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