16,3 Millionen Euro

Kärntner Seilbahnwirtschaft setzt auf Kunstschnee

Kärnten
05.11.2008 13:18
Die Kärntner Seilbahnwirtschaft hat in diesem Jahr rund 16,3 Millionen Euro investiert, der Großteil davon floss in den Ausbau von Beschneiungsanlagen. "Damit sind wir im Bereich Kunstschnee nicht nur österreichweit sondern auch international Spitzenreiter," erklärte der Geschäftsführer der Kärnten Tourismus Holding, Reinhard Zechner, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

80 Prozent der rund 700 Kilometer Skipisten könnten derzeit beschneit werden, einige Skigebiete hätten bereits 100 Prozent ihrer Abfahrten mit technischen Beschneiungsanlagen ausgestattet, erläuterte der Obmann der Fachgruppe Seilbahnen in der Kärntner Wirtschaftskammer, Wolfgang Löscher. Am meisten wurde mit rund 4,3 Millionen Euro am Nassfeld investiert, gefolgt vom Mölltaler Gletscher mit 3,5 Millionen Euro.

Marketingaktionen sollen Kunden anlocken
Neue Kunden möchte die Seilbahnwirtschaft mit verschiedenen Marketingaktionen gewinnen. So lockt man etwa mit günstigen Angeboten für Wiedereinsteiger. Auch eine Aktion für Schulskikurse wird fortgesetzt. Alle Kärntner Schulen, die ihren Skikurs in ihrem Heimatland absolvieren, erhalten die Skipässe gratis. Die Kosten dafür teilen sich das Land mit zwei Dritteln und die Seilbahnwirtschaft mit einem Drittel. 336 Schulklassen hätten im Vorjahr von diesem Angebot Gebrauch gemacht, erklärte Zechner.

Seengebiete sind Hoffnungsmarkt
Ein Hoffnungsmarkt sind für die Seilbahnwirtschaft auch auf die heimischen Seengebiete. Als Paradebeispiel nannte Löscher die Region Millstättersee, die mit wintergerechter Infrastruktur und Shuttlediensten in die Skigebiete eine zweite Saison aufgebaut hätte. Habe man im Jahr 2000 in dieser Region mit Skipässen rund 15.000 Euro umgesetzt, so sei im Vorjahr die Millionengrenze überschritten worden, so der Fachgruppenobmann. Er sieht Wachstumspotenziale auch am Ossiachersee, am Klopeiner See und am Wörthersee.

"Saftige" Liftkartenpreise
Die Preise für Liftkarten werden für die Saison 2008/09 um 2,5 bis 3,5 Prozent angehoben. "Damit liegen wir trotz extrem gestiegener Energiepreise unter der Inflationsgrenze," meint Löscher. Die Kärntner Seilbahnwirtschaft umfasst 69 Mitgliedsbetriebe, die 58 Seilbahnen und über 200 Schlepplifte betreiben.

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