Sa, 18. August 2018

Affäre mit Kollegin

19.10.2008 08:25

"Sex-Zulage" für Geliebte des IWF-Chefs?

Der Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, steht im Verdacht, seine Machtposition für eine sexuelle Beziehung zu einer IWF-Mitarbeiterin missbraucht zu haben. Demnach hat die Geliebte des verheirateten Managers erheblich über dem Durchschnitt liegende Gehaltszulagen erhalten. Der IWF hat eine Anwaltskanzlei beauftragt, dem Verdacht nachzugehen und offiziell eine Untersuchung eingeleitet.

Laut „Wall Street Journal“ dreht sich die Causa um ein Verhältnis des Franzosen mit der früheren hochrangigen Mitarbeiterin der Afrika-Abteilung beim IWF, Piroska Nagy. Beide sollen „E-Mails über eine intime Beziehung ausgetauscht haben“. Demnach hat Strauss-Kahn der IWF-Mitarbeiterin höhere Zulagen, als in einer derartigen Position üblich, zukommen lassen.

Das Verhältnis habe Anfang des Jahres während einer Konferenz in Europa begonnen, heißt es. Nagys Ehemann, der bekannte argentinische Ökonom Mario Blejer, der früher ebenfalls für den Währungsfonds tätig war, soll die E-Mails entdeckt haben. Daraufhin beendeten die beiden die Sex-Affäre.

„Zu keinem Zeitpunkt Position missbraucht“
Laut „Wall Street Journal“ erklärte Strauss-Kahn, er habe mit den externen Ermittlern zusammengearbeitet und werde dies weiter tun. Der „Vorfall, der sich in meinem Privatleben abspielte“ habe sich im Jänner 2008 ereignet, erklärte der IWF-Chef dem Bericht zufolge. „Zu keinem Zeitpunkt habe ich meine Position als Geschäftsführer des Fonds missbraucht“, zitierte die Zeitung den früheren französischen Finanzminister. Die von der Kanzlei Morgan, Lewis & Brockius vorgenommene Untersuchung soll der Zeitung zufolge bis Ende Oktober angeschlossen sein.

Erinnerung an Affäre Wolfowitz
Der Fall weckt Erinnerungen an den früheren Weltbank-Chef Paul Wolfowitz. Dieser war im Mai vergangenen Jahres wegen des Vorwurfs der Günstlingswirtschaft zurückgetreten. Mit einer Gehaltserhöhung für seine Lebensgefährtin hatte er gegen die Regeln der Weltbank verstoßen.

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