Verärgert war der Restaurant-Inhaber am Tag des Geschehens nicht nur über eine Hand voll später Gäste, derentwegen er von zuhause noch einmal in die Gasthausküche fahren musste, sondern auch darüber, dass der Kochlehrling bei seinem Eintreffen die Suppen noch nicht angerichtet hatte.
Offenbar wollte der Chef dann "nachhelfen" und presste die Hand des Lehrlings fest um den heißen Griff eines Siebes, mit dem dieser die Frittaten in einem Topf mit kochendem Wasser aufwärmen sollte. Dabei erlitt der Jugendliche schwere Verbrennungen, die er im Krankenhaus behandeln lassen musste.
Der junge Mann meldete den Vorfall beim Arbeitsinspektorat, das daraufhin eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft übermittelte. Sein Chef wurde inzwischen aufgefordert, die ausständige Lehrlingsentschädigung, Urlaubs- und Überstundenersatzleistungen sowie einen Schadenersatz von drei Monatsgehalten, der allein über 2.200 Euro ausmacht, zu bezahlen. Ob der Restaurant-Chef eine Anzeige erhält bzw. ob er weiterhin Lehrlinge ausbilden darf ist derzeit noch offen. Der Lehrling hat übrigens seine Ausbildung in diesem Betrieb inzwischen abgebrochen.
Symbolbild
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