Insgesamt sechs unterschiedliche Tische haben zu diesem Zweck ihren Weg ins Spiel gefunden. Jeder Tisch verfolgt dabei, wie es sich gehört, ein bestimmtes Thema. Geboten werden unter anderen ein Unterwasser-, ein Dinosaurier-, ein Monster- oder ein Mittelalter-Szenario. Soundeffekte, die direkt aus den 80ern zu stammen scheinen, und die Musik wurden dementsprechend gestaltet.
Dass der Titel des Spiels das Wörtchen "3D" zu Recht beinhaltet, zeigt sich an der isometrischen Perspektive, mit der der Spieler durch eine leicht spiegelnde Glasscheibe auf den Flipper blickt. Optimal ist dieser Blickwinkel jedoch nicht, da die Kugel so viel zu schnell über den Bildschirm huscht und dadurch oft zu spät entdeckt wird. Auch die sechs dynamischen Kameraeinstellungen, die mal mehr oder weniger nah das Geschehen am Tisch beleuchten, ändern daran nur bedingt etwas.
Als nur durchschnittlich zu bezeichnen ist auch die Ballphysik der Flipperkugel. Die Macher versprechen mit wechselnder Beschaffenheit der Kugel – neben einer Stahlkugel hat es der Spieler von Zeit zu Zeit auch mit einer Kugel aus Holz, Marmor, Elfenbein oder Gold zu tun – zwar eine unterschiedliche Ballistik, zu merken ist davon jedoch nichts. Ohnehin ist ein Ballgefühl nur schwer zu entwickeln, da die Flipper-Ärmchen dem Spieler keinerlei Rückmeldung geben und schlichtweg nicht unterschiedlich stark zu bedienen sind.
Die Steuerung auf der Wii ist hingegen denkbar einfach gehalten: Mit dem B-Button der Wii-Mote wird der rechte, mit dem Z-Button des Nunchuck der linke Flipper betätigt. Alternativ kann auch ohne Nunchuck mit quergehaltener Wii-Mote gesteuert werden. Die Bewegungssteuerung der Wii kommt lediglich beim Ziehen der Feder zum Start sowie beim Stoßen gegen den Tisch (Tilt-Funktion) zum Einsatz.
In optischer Hinsicht kann "Dream Pinball 3D" durchaus überzeugen, nur links und rechts des Tisches, wo hässliche Grautöne dominieren, hätte man sich durchaus mehr Mühe geben können. Immerhin gibt es ein paar nette Details, Effekte sowie Reflexionen zu bestaunen.
Hat man sich durch alle sechs Tische zu je vier Schwierigkeitsgraden gearbeitet, steht zu guter Letzt noch ein "Mehrspielermodus" für bis zu vier Spieler zu Verfügung. Gleichzeitig flippern kann man dabei allerdings nicht, stattdessen kommt ein Spieler nach dem anderen abwechselnd zum Zug. Die Motivation dürfte sich hierbei also in Grenzen halten.
Fazit: "Dream Pinball 3D" ist eine durchschnittliche Flipper-Simulation ohne ganz grobe Schnitzer, aber auch ohne spektakuläre Höhepunkte. Mit einer besseren Ballphysik und mehr Spielmodi, vor allem im Multiplayer-Bereich, hätte aus dem Titel durchaus ein größerer Wurf werden können, so aber dürften sich wohl nur wirklich ausgesprochene Fans des Genres an der Flippersimulation ergötzen.
Plattform: Wii (getestet), DS, PC, Mac
Publisher: Zuxxez
krone.at-Wertung: 6/10
von Sebastian Räuchle
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