"Ich hab an meine Oma gedacht, als ich die Frau auf dem Gehsteig habe liegen sehen", so eine Zeugin. Empört stürzte sie auf die Täterin zu, die von Passanten festgehalten wurde, und versetzte ihr ein paar Ohrfeigen. Diese reagierte mit derselben Brutalität wie zuvor beim Raub am 87-jährigen, gebrechlichen Opfer. "Sie hat mich an den Haaren gepackt und es büschelweise ausgerissen."
"Der Dealer wollte sein Geld"
17 Jahre war die Arbeitslose damals jung. Keine Wohnung, kein Job - täglich spritzte sie sich die Ersatzdroge "Substitol" ins Blut. "Der Dealer wollte sein Geld", schluchzte sie am Montag. Damals, auf der Grazer Annenstraße, hatte sie so brutal am Riemen der Handtasche gerissen, dass das Opfer stürzte. Eine klaffende Wunde am Kopf, Beckenbruch - die Pensionistin humpelte als Zeugin mit Krücken in den Gerichtssaal. Urteil: zwei Jahre, davon acht Monate unbedingt. Nicht rechtskräftig.
von Werner Kopacka, "Steirerkrone" und steirerkrone.at
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