"Ich bring euch um"

“Ringgegner” jahrelang mit Briefen terrorisiert

Steiermark
13.08.2008 00:13
Die Polizei hat den "Drohbriefschreiber von Spielberg" endlich entlarvt. Über die vergangenen vier Jahre hatte der Mann immer wieder Gegner des Motorsportprojekts Spielberg - und auch deren Familien - mit Morddrohungen terrorisiert. Der 51-Jährige, der bei der Einvernahme seine Taten selbst als "große Dummheit" bezeichnete, wurde angezeigt.

Der Obersteirer aus dem Bezirk Knittelfeld hatte seit dem Jahr 2004 bis Juni 2008 laut führendem "Ringgegner" Karl Arbesser insgesamt 25 Drohbrief-Sendungen (etwa 150 einzelne Briefe) an 20 verschiedene "Feinde" des Projektes verschickt. In diesen Briefen drohte er, die Adressaten und sogar deren Kinder umzubringen. Weiters kündigte er an, dass er Brunnen oder Lebensmittel vergiften werde, falls sie ihre Einsprüche gegen das Projekt im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung nicht zurückzögen. Einigen Projektgegnern unterstellte er auch strafrechtliches Verhalten.

DNA-Spuren führten zum Täter
Nach Erstellung eines Täterprofils und der Auswertung einer DNA-Spur auf einem Brief konnten die Kriminalisten der Außenstelle Niklasdorf in Zusammenarbeit mit Beamten der Polizeiinspektion Knittelfeld schließlich den 51-jährigen Landwirt als Briefschreiber ausforschen.

Anzeigen: Drohung, Nötigung, Verleumdung
Der Mann gab bei den Einvernahmen an, dass er die Gegner auf diese Weise umstimmen wollte, damit das Red Bull-Projekt zustande komme. Er bezeichnete seine Tat letztendlich als "große Dummheit". Nach Abschluss der Ermittlungen wurde der 51-Jährige wegen gefährlicher Drohung, schwerer Nötigung und Verleumdung angezeigt.

Das jahrelange Tauziehen um das Projekt Spielberg hatte die Emotionen im Aichfeld hochgehen lassen. Zwei Bürgerinitiativen hatten gegen erst das Projekt Spielberg und dann gegen das redimensionierte Projekt Spielberg Neu berufen, das nun - nach dem Absprung einiger Investoren wie VW und KTM und der Einigung zwischen Land Steiermark und den Projektgegnern - in abgespeckter Form realisiert werden soll. Besonders der Sprecher einer Bürgerinitiative, Karl Arbesser, war heftig kritisiert und auch bedroht worden.

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