Diese Zahlen sind bittere Realität: 2006 waren 96 Personen im Mietrückstand und sollten delogiert werden, im Jahr darauf waren es bereits 124, doch in den heurigen ersten sechs Monaten sind bereits 144 Familien vom Rauswurf betroffen. "Es geht dabei sehr oft um kinderreiche Familien", bedauert Stadtrat Christian Scheider.
Nach einem ersten Schreiben mit Zahlungsaufforderung gebe es stets ein Angebot für ein Gespräch, um Lösungen wie Ratenzahlung zu suchen. "Viele nehmen Hilfe aber erst an, wenn der Räumungstermin anberaumt ist und sie nicht wissen, wo sie schlafen sollen", bedauert der Stadtrat.
Mieterhöhung im Herbst geplant
Erhöht die Immobilienverwaltung Klagenfurt (IVK) im Herbst, wie durch eine Indexfreigabe angedacht wird, die Mieten um bis zu 5,7 Prozent, wird die Misere noch schlimmer. Denn 5,7 Prozent bedeuten für eine Drei-Zimmer-Wohnung etwa 20 Euro Preissteigerung im Monat - Geld, das vor allem viele Mieter von Gemeindewohnungen nicht haben.
Armut: Kein Geld für Anzahlung
"Auf der Warteliste der 1500 Wohnungssuchenden stehen knapp 1000, die keine Genossenschaftswohnung nehmen können, weil sie das Geld für die Anzahlung nicht haben", weiß der Stadtrat um das Problem.
von Christina Kogler/"Kärntner Krone"
Symbolbild
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.