Das Spiel unterstützt das Wii Balance Board, welches den Spielspaß wesentlich erhöht. Nur mit den Controllern hält sich die Begeisterung in Grenzen. Die Steuerung mit dem Board ist allerdings nur etwas für feinfühlige Gemüter, denn auch leichte Gewichtsverlagerungen führen bereits zu Richtungsänderungen. Mit etwas Übung klappt es aber dann doch ganz gut. Deshalb ist der Besucher der Schischule besonders empfehlenswert. Dort lernt man alle relvanten Techniken. Vom Pflug übers Wedeln bis zur Abfahrt in der Hocke ist alles dabei.
Zu Beginn des Spiels muss man sich entscheiden, ob der eigene Mii oder einer der Charaktere des Spiels verwendet werden soll. Während der Mii nicht mit diverser Ausrüstung versehen werden darf, ist dies bei den anderen Spielfiguren möglich. Wieso die Designer das nicht berücksichtigt haben ist unverständlich, da ein Teil des Anreizsystems des Spiels darauf basiert, dass aufgrund der gezeigten Leistungen weitere Ausrüstungsgegenstände freigeschaltet werden.
Danach darf sich der Spieler auch schon auf die Piste wagen. Wie eingangs erwähnt, sollte der erste Weg in die Schischule führen, um nicht völlig hilflos die Hänge hinunterzurutschen. Nachdem die Steuerung zumindest so halbwegs in Fleisch und Blut übergegangen ist, kann an diversen Rennen - vom Slalom bis zur Abfahrt - teilgenommen werden.
Interessanter erscheint eine Art von Karrieremodus. Dabei können ein Skigebiet erkundet und verschiedene Pisten frei befahren werden. Dazu begibt man sich zu einem der zahlreichen Sesselifte. Wer möchte, kann sich bei der Fahrt entspannen und die Umgebung von oben betrachten. Eine einblendbare Karte hilft bei der Orientierung. Anfangs sollten die blauen Pisten befahren werden, Profis stürzen sich dagegen die schwarz gekennzeichneten Strecken hinunter.
Wem das entspannte Hinunterwedeln auf Dauer zu eintönig wird, kann sich mit einem der zahlreichen Charaktere am Rand der Piste unterhalten. Diese fordern zu einem von zahlreichen Minispielen heraus, die von von kurzen Rennen bis zur Vorgabe reichen, eine bestimmte Anzahl von Schwüngen innerhalb eines Zeitlimits durchzuführen. Das erfolgreiche Absolvieren führt zur Freischaltung diverser Extras.
Wer einem der Fotografen am Streckenrand begegnet, kann sich für das Fotoalbum ablichten lassen. Die Schnappschüsse dürfen später jederzeit betrachtet werden. Trotz der Minispiele wird auch dieser Modus auf Dauer etwas eintönig. Es fehlt einfach der Anreiz weiterzuspielen. Technisch gibt es keinen Grund zu übermässigen Klagen. Die comicartige Grafik passt wie die Soundeffekte gut zum Spielgeschehen.
Fazit: "Family Ski" ist ein nettes Spiel für Zwischendurch. Wer entspannt virtuell durch den Schnee pflügen möchte, wird hier bestens bedient. Hardcore-Gamer werden hingegen schnell die Controller in die Ecke legen und sich herausfordernden Dingen widmen.
Plattform: Wii
Publisher: Namco
Krone.at-Wertung: 6/10
Von Harald Kaplan
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