Nach Dorffest

19-jähriger Tiroler rast in Fußgängergruppe

Österreich
29.06.2008 10:33
Eine unerwartete Wende hat am Samstagabend der tragische Verkehrsunfall bei Stans im Tiroler Bezirk Schwaz genommen, bei dem Samstag früh zwei 16-Jährige getötet worden waren. Von der Polizei wurde ein 19-Jähriger ausgeforscht, der das Unglückfahrzeug gelenkt hatte. Er wurde bei dem Unfall nur leicht verletzt. Der ursprünglich als Fahrer des Autos angenommene 18-Jährige war mit der Gruppe unterwegs und wurde lebensgefährlich verletzt. Zwei 16-Jährige starben, ein weiteres 16-jähriges Mädchen wurde schwer verletzt.

Laut Polizei war der 19-Jährige aus Stans bereits in der Nacht kontrolliert worden. Er hatte angegeben, dass ihm der Autoschlüssel auf dem Dorffest in seiner Heimatgemeinde gestohlen worden sei. Seine Angaben seien zunächst als glaubwürdig erschienen. Erst im Laufe des späten Nachmittags hätten sich Verdachtsmomente erhärtet. Gegen 19.00 Uhr wurde mit ihm ein Alkotest durchgeführt, der 0,0 Promille ergab. Weitere Untersuchungen wurden angeordnet. Am Abend zeigte sich der 19-Jährige dann geständig, dass er das Auto selbst gelenkt hatte.

Die 16-jährige Christina W. aus Schwaz und ihre gleichaltrige Schulfreundin Marina K. hatten das Dorffest in der Nachbargemeinde Stans besucht. Gegen 2 Uhr Früh brachen die beiden auf und machten sich auf den Heimweg. Dabei fuhren sie mit dem Fahrrad auf dem Gehsteig, ihre beiden Begleiter, darunter der 16-jährige David L. sowie ein 18-Jähriger aus Kundl, gingen zu Fuß.

Genau auf Höhe der Bushaltestelle kam es dann zu der Tragödie: Der 19-jährige Autofahrer war mit seinem VW Corrado viel zu schnell unterwegs, touchierte einen Fahrbahnteiler und verlor dadurch die Kontrolle über sein Fahrzeug. Das Auto raste mit voller Wucht in die Vierer-Gruppe. Die vier Jugendlichen wurden in eine angrenzende Wiese geschleudert, das Auto blieb auf dem Dach liegen.

Die 16-jährige Christina W. starb noch an der Unglücksstelle, David L. erlag wenig später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Der 18-Jährige aus Kundl, der ursprünglich als Unglückslenker angenommen worden war, wurde ebenso wie die schwerverletzte Marina - ihr Zustand gilt mittlerweile als stabil - ins Krankenhaus eingeliefert. Er befindet sich in kritischem Zustand.

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