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24.05.2017 - 19:11
Trump hält die militärische Drohung aufrecht: Nun parkt ein US-Atom-U-Boot in Südkorea.
Foto: AP

USA stationieren nun auch Atom- U- Boot in Südkorea

25.04.2017, 14:31

Nordkorea hat am Dienstag den 85. Jahrestag der Gründung seiner Armee gefeiert und eine große Militärübung abgehalten. In einem Kommentar der staatlichen nordkoreanischen Zeitung "Rodong Sinmun" wurde die Schlagkraft der Armee gelobt. Diese stehe bereit, "die atomare Erpressung" durch die USA zu beenden. Ein neuerlicher Raketentest, der von den USA und Südkorea befürchtet worden war, ist nicht erfolgt. Auch die USA demonstrierten militärische Stärke und haben nun ein Atom- U-Boot in Südkorea stationiert.

Das atomgetriebene Raketen- U-Boot USS Michigan legte am Dienstag in der südkoreanischen Küstenstadt Busan an. Das Einlaufen der USS Michigan in einen südkoreanischen Hafen bezeichnete die US- Marine nach Berichten des Nachrichtensenders CNN als routinemäßigen Vorgang. Das mit Tomahawk- Marschflugkörpern ausgerüstete U- Boot habe nicht an den gemeinsamen Seemanövern mit Südkorea am Dienstag vor der West- und Ostküste teilgenommen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul. Beide verbündeten Länder führen regelmäßig Übungen in allen Truppengattungen durch.

Die USS Michigan im Hafen von Busan
Foto: AFP
Ein Mitglied der südkoreanischen Marine beobachtet einen Zerstörer der USA beim gemeinsamen Manöver.
Foto: AP

Ebenfalls Richtung Nordkorea unterwegs ist ein Flottenverband um den Flugzeugträger USS Carl Vinson. US- Präsident Donald Trump drohte im Atomstreit mehrfach mit einem Alleingang. Dem TV- Sender Fox hatte er mit Blick auf Nordkorea gesagt: "Wir schicken eine Armada, sehr schlagkräftig." Dieser Drohung wurde aber zunächst der Wind aus den Segeln genommen, als bekannt wurde, dass die "Armada" zunächst in eine vollkommen falsche Richtung unterwegs war . Das Verteidigungsministerium und das Weiße Haus erklärten die Irrfahrt mit Kommunikationspannen.

Der Flottenverband rund um den Flugzeugträger USS Carl Vinson
Foto: AFP

Diplomatischer Druck auf Nordkorea nimmt zu

Der diplomatische Druck auf Nordkorea nimmt unterdessen weiter zu. Vertreter der USA, Südkoreas und Japans erklärten nach einem Treffen am Dienstag, China - Nordkoreas einziger größerer Verbündeter - müsse eine Schlüsselrolle spielen und könne den Norden über ein Öl- Embargo unter Druck setzen. Zudem sei diskutiert worden, wie Russland eingebunden werden könne. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe soll sich nach russischen Angaben am Donnerstag mit Präsident Wladimir Putin treffen. Details wurden nicht bekannt. Für Freitag wurde eine Sondersitzung des UN- Sicherheitsrates zu Nordkorea angesetzt. Sie soll von US- Außenminister Rex Tillerson geleitet werden.

Bereits am Mittwoch soll Tillerson zusammen mit Verteidigungsminister James Mattis in einem ungewöhnlichen Schritt den gesamten Senat in Washington über die Lage unterrichten. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums rief unterdessen alle Beteiligten erneut auf, gemeinsam eine friedliche Lösung zu finden.

Redaktion
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