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25.06.2017 - 10:18
Bald in Koppl, hier bei Testfahrt des Minibusses im Herbst 2016 in der Salzburger Altstadt
Foto: Markus Tschepp

Selbstfahrender Bus rollt bald durch Koppl

29.03.2017, 23:30

Die Flachgauer Gemeinde mit 3400 Einwohnern soll zur Testregion für den automatisch fahrenden Mini- Bus werden. In gut einem Monat soll das Projekt allen vorgestellt werden. Das innovative Gefährt soll zum Test die Lücke zwischen den Haltestellen an der Wolfgangsee Straße und dem Ortskern schließen.

Der selbstfahrende Bus soll wieder zurück nach Salzburg kehren, genauer gesagt in den Flachgau. In ganz Österreich wurden für den Mini- Bus Testregionen gesucht. Das Forschungsinstitut Salzburg Research scheint nun den perfekten Ort dafür gefunden zu haben und hat sich für diesen eingesetzt, auch wenn die Verantwortlichen das noch nicht offiziell bestätigen wollen: Koppl.

Kein Linienbetrieb, aber Forschungs- Fahrten

Nach wie vor soll es sich dabei aber um Fahrten zur Forschung und nicht um einen Linienbetrieb handeln. Das automatisierte Gefährt soll auch keine der vorhandenen Linien ersetzen, sondern vielmehr eine Ergänzung sein.

Denn: Viele Koppler pendeln täglich in die Stadt. Das Problem dabei ist, dass die Haltestellen der Linie 150, die auf der Wolfgangsee Straße von Bad Ischl über Strobl, St. Gilgen und Hof nach Salzburg führt, zum Teil weit vom Ortskern der 3400 Einwohner Gemeinde entfernt liegen. Der Selbstfahrer könnte dieses fehlende Angebot der "letzten Meile" in Zukunft gut ausgleichen.

Ein "Aufpasser" ist immer mit an Bord

Die Nähe zum Salzburgring dürfte wohl bei der Auswahl der Testregion auch positiv mitgespielt haben. Denn dort kann die neue Technologie abseits jeden öffentlichen Verkehrs ausgiebig probiert werden.

Wer den Begriff selbstfahrender Bus hört, hat meist auch gleich große Bedenken, dass sich das Fahrzeug selbstständig machen könnte, nicht bremst oder in den Gegenverkehr gerät. Hier gibt es eindeutig Entwarnung: In der Testphase wird das Gefährt noch nicht alleine auf die Straßen geschickt. Ein Operator ist immer mit an Bord und kann im Ernstfall jederzeit rechtzeitig eingreifen.

Warten auf die letzten Genehmigungen

Noch fehlen allerdings die letzten Genehmigungen von Bund und Land und damit das endgültige "Go" für die selbstständigen Fahrten durch die Flachgauer Gemeinde. Doch das dürfte nur eine reine Formsache sein, denn in gut einem Monat hat sich der SPÖ- Verkehrsminister Jörg Leichtfried für eine Präsentation in Koppl angekündigt.

Iris Wind, Kronen Zeitung

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