Der Ausnahmezustand in Ungarn samt Rekrutierung von mehr als 1000 Soldaten zum Grenzschutz sowie der Schleuderkurs der EU und Angela Merkels in Sachen Flüchtlingskrise machen es dringend notwendig: Unser über viele Jahre herabgewirtschaftetes Bundesheer muss auf dem schnellsten Weg wieder fit gemacht werden. Das fordern die Präsidentschaftskandidaten von SPÖ, ÖVP und FPÖ.
Der neue Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil bekommt damit massive Unterstützung von Rudolf Hundstorfer, Andreas Khol und Norbert Hofer, von denen einer wahrscheinlich der nächste Bundespräsident sein wird. Als Staatsoberhaupt ist er damit gleichzeitig auch Oberbefehlshaber des Heeres - sein Wort hat also großes Gewicht.
Für den Verteidigungsminister kommt diese Schützenhilfe gerade recht, denn Doskozil verhandelt bekanntlich nächste Woche mit Finanzminister Hans- Jörg Schelling über eine Aufstockung der Budgetmittel für das Heer. Wie ausführlich berichtet , soll das Bundesheer unter dem Motto "Neue Zeiten erfordern ein neues Heer" zu einer schlagkräftigen Truppe gemacht werden.
Das Konzept in Kurzform: Aufstellung einer rasch verfügbaren Truppe mit 6000 Berufssoldaten, Stärkung der Militärkommandos, Straffung der Organisation. Bis 10. Juni soll dieses "Heer neu" stehen.
Hundstorfer ist dafür, dem Heer mehr Geld zu geben, denn: "Sicherheit muss uns etwas wert sein." Die im Grenzeinsatz stehenden Soldaten würden sehr viel leisten, und so sei es nur gerecht, diesen Einsatz auch finanziell extra abzugelten. Hundstorfer erinnerte in diesem Zusammenhang an den jüngsten Sechs- Parteien- Antrag im Parlament, wonach der Sparkurs beim Heer sofort beendet werden müsse.
Khol ist ebenfalls für eine Aufstockung der Budgetmittel für das Heer und will dafür eine Zusage von Finanzminister Schelling bekommen haben. Khol: "Die Bevölkerung braucht Sicherheit, und da können offene Grenzen nicht die Antwort sein. Mein Respekt gilt dem Einsatz unseres Heeres an der Grenze."
Hofer kritisierte, dass das Heer "über Jahre finanziell ausgehungert" worden sei. Nicht einmal genug Helme stünden zur Verfügung. Es gehe darum, mehr Berufssoldaten zu bekommen und den Grundwehrdienst attraktiver zu gestalten. Dazu soll das jährliche Heeresbudget bekanntlich von zwei Milliarden auf 3,5 Milliarden Euro aufgestockt werden.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 06:00 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen GrüßenLiebe Leserin, lieber Leser,
die Storykommentare wurden deaktiviert.
Mit freundlichen Grüßen