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09.12.2016 - 10:59
Foto: Brian Green/The Verge, twitter.com

Smartphone geht in Flammen auf: Flugzeug evakuiert

06.10.2016, 08:39

Gut einen Monat nach Samsungs weltweitem Rückruf des Vorzeige- Smartphones Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr hat US- Medien zufolge erneut ein solches Gerät Feuer gefangen. Wegen des Unfalls habe am Mittwochmorgen ein Flugzeug der Southwest Airlines auf der Strecke von Louisville nach Baltimore vor dem Abflug evakuiert werden müssen, berichtete "The Verge" .

Besonders unangenehm für Samsung: Bei dem Gerät, das in Flammen aufging, soll es sich dem Besitzer zufolge um ein neues Smartphone handeln, das er im Zuge der Pannenserie durch Überhitzung vom Hersteller erhalten habe. Eine Samsung- Sprecherin erklärte auf Nachfrage, dazu noch keine Angaben machen zu können, weil das Gerät noch nicht geborgen sei. Man arbeite mit der Airline und den Behörden zusammen, um das Smartphone untersuchen zu können.

Foto: Brian Green/The Verge

Anfang September hatte Samsung nach zahlreichen Zwischenfällen die Brandgefahr infolge von Akku- Problemen bei dem Phablet eingeräumt und eine weltweite Austausch- Aktion angekündigt. Erst vor wenigen Tagen brachte der Konzern das Modell in Südkorea wieder auf den Markt. In Europa soll der Verkauf am 28. Oktober starten.

Wieso sich Akkus entzünden können

Der Grund für die Akku- Explosionen, die Samsungs Galaxy Note 7 in Verruf gebracht haben, sind offenbar Akkumängel. Bei Lithium- Ionen- Akkus, wie sie in Smartphones und Laptops zum Einsatz kommen, werden Plus- und Minus- Pol durch eine dünne Plastikfolie getrennt. Sie verhindert normalerweise, dass sich die Pole berühren und es zum Kurzschluss kommt.

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Video: kameraOne

Beim Note 7 könnte diese Trennschicht bei manchen Geräten schadhaft sein - einem "Futurezone"- Bericht  zufolge beispielsweise, weil bei der Akkuproduktion nicht ausreichend auf eine saubere Arbeitsumgebung geachtet wurde und Staubpartikel in den Akku gelangt sind. Die Trennschicht kann aber auch durch äußere Einflüsse - etwa einen Sturz - beschädigt werden und zum Kurzschluss, bei dem sich in weiterer Folge der Akku entzündet, führen.

In Panik müssen Smartphone- Nutzer deshalb nicht verfallen: Solche Zwischenfälle sind äußerst selten, im Fall des Galaxy Note 7 dürfte die Ursache im Herstellprozess zu finden sein. Geräte, in denen sich Lithium- Ionen- Akkus verbergen, im Alltag mit einer gewissen Vorsicht zu behandeln und auf Anzeichen einer Fehlfunktion - etwa eigentümlichen Geruch - zu achten, schadet trotzdem nicht. Auch, wenn das Gerät nicht von Samsung ist.

06.10.2016, 08:39
AG/red
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