115 Tonnen sogenanntes Thiodiglycol soll der Verdächtige während des Golfkriegs von Amerika aus an den Iran geliefert haben. Eine Flüssigkeit, die zur Herstellung von tödlichem Senfgas – eine chemische Massenvernichtungswaffe – dient. Tausende Menschen mussten damals grausam sterben. Im Juli 1988 wurde der Deutsche in Baltimore (US-Bundesstaat Maryland) wegen Terrorunterstützung erstmals verhaftet.
Trotz Schuldbekenntnis sollte Peter W. auf freiem Fuß auf sein Urteil warten – doch der Geschäftsmann ergriff die Flucht. Seitdem stand der heute 67-Jährige auf der „Most Wanted“-Liste des FBI.
Nach 21 Jahren ging Peter W. ins Netz
Jetzt, 21 Jahre später, ging der Verdächtige – er hielt sich in seinem Heimatland vor den US-Behörden versteckt – am Montag den Zielfahndern des Bundeskriminalamts ins Netz. Getarnt mit irischem Pass, war er mit seiner Familie in Hall in Tirol auf einem erholsamen Skiurlaub. Doch statt Après-Ski klickten für Peter W. die Handschellen.
Helmut Reinmüller, Chef der Zielfahnder: „Dieser Zugriff war nur durch gute Zusammenarbeit mit dem FBI und dem Landeskriminalamt Tirol möglich. Wir überraschten ihn beim Skifahren.“ Ob man den verdächtigen Deutschen an die USA ausliefert, wird nun von der heimischen Justiz geprüft.
von Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung
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