Ab Herbst
Migranten-Anteil von maximal 30% an Italiens Schulen
Ausland
08.01.2010 14:38
Italien führt ab dem kommenden Schuljahr eine Obergrenze von 30 Prozent für ausländische Kinder pro Schulklasse ein. Unterrichtsministerin Maria Stella Gelmini erklärte am Freitag, dass diese Maßnahme schrittweise ab der ersten Volksschulklasse gelten werde.
Die Maßnahme sei nicht gegen ausländische Schüler gerichtet, vielmehr solle sie zur Integration beitragen. Gelmini will die Bildung von "Ghetto-Klassen" mit einer Mehrheit von Migrantenkindern vermeiden.
Die Opposition sprach von einer schändlichen Diskriminierung ausländischer Kinder. Die Pläne der Mitte-Rechts-Regierung würden dem Gleichheitsprinzip widersprechen. Es sei skandalös, weil die Opfer dieser Diskriminierung Kinder seien.
Nach Angaben des Bildungsministeriums in Rom gibt es 502.000 ausländische Schüler an italienischen Schulen, was einem Anteil von 5,6 Prozent entspricht. Der Anteil ist gegenüber 2005 um 18,2 Prozent gestiegen.
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