Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
18.01.2017 - 14:33
Foto: AP

Jobs beschwerte sich bei Samsung über Galaxy S

13.08.2012, 11:14
Apple-Gründer Steve Jobs und Tim Cook, seit Jobs' Tod Apple-Chef, beschwerten sich nach der Präsentation des Galaxy-S-Smartphones im Jahr 2010 bei der Samsung-Chefetage, wie der Apple-Lizenzchef Boris Teksler vor Gericht in Kalifornien berichtete. Apple wirft Samsung vor, mit dem Galaxy S trotz Warnung das iPhone kopiert zu haben. Vom Vorgehen des einstigen "zuverlässigen Partners" sei man "schockiert" gewesen, so Teksler im Patentprozess der beiden Elektronikriesen.

Am Freitag wurde Teksler, Leiter für Patentlizenzierung und Strategie, in San Jose in den Zeugenstand gerufen. "Wir waren ziemlich schockiert", gab Teksler laut Finanznachrichtenagentur Bloomberg vor Gericht zu Protokoll. "Sie (Samsung, Anm.) waren ein zuverlässiger Partner von uns und wir wussten nicht, wie ein zuverlässiger Partner ein Produkt wie dieses herstellen könnte." Jobs und Cook hätten sich daher persönlich beschwert.

Dass Samsung das Galaxy S auf den Markt brachte, habe ihn vor allem schockiert, da Apple im August 2010 extra noch eine Präsentation für die Samsung- Vorsitzenden abgehalten habe. Darin seien diese davor gewarnt worden, das iPhone zu kopieren. Bei diesem Meeting sei er allerdings nicht anwesend gewesen, gab Teksler im Kreuzverhör durch Samsungs Anwälte zu. Zudem seien mindestens fünf der sieben Apple- Patente, um die sich das nunmehrige Verfahren dreht, in der Präsentation nicht genannt worden.

Apple wollte 30 Dollar pro Smartphone

Im Oktober 2010 versuchten die beiden Konzerne schließlich, die Streitigkeiten bei Verhandlungen beizulegen. Apple wollte von Samsung Lizenzgebühren von 30 Dollar (rund 24 Euro) pro Smartphone und 40 Dollar pro Tablet verlangen, wie aus Unterlagen zum Prozess hervorgeht, die am Wochenende der Blog "All Things D" veröffentlichte. Die Verhandlungen blieben allerdings erfolglos, im April 2011 verklagte Apple Samsung daher zum ersten Mal - der bis heute andauernde Patentkrieg begann.

Apple schützt "einzigartige Nutzererfahrung"

Teksler wurde auch zur Lizenzierung von Apple- Patenten an andere Firmen befragt. In einigen Kategorien geschehe das oft, so Teksler, allerdings nur in äußerst seltenen Fällen bei Technologien, die Apple für "einzigartige Nutzererfahrung" ansieht. Genau darum handle es sich bei den nun eingeklagten Patenten, die Samsung kopiert habe. Teksler soll am Montag weiter befragt werden.

Professor: Patenttechnologien wären User 100 Dollar wert

Ebenfalls am Freitag präsentierte Apple John Hauser, Marketingprofessor am MIT. Er gab an, mittels Online- Befragung herausgefunden zu haben, dass Nutzer bereit wären, für einige der eingeklagten Patenttechnologien 90 bis 100 US- Dollar zu bezahlen. Damit will Apple den verlangten Schadenersatz von über 2,5 Milliarden US- Dollar (zwei Milliarden Euro) belegen. Allerdings sah Samsung die Studie als nicht aussagekräftig an: Ob die User im echten Leben aber tatsächlich bereit wären, für bestimmte Features 100 Dollar extra auszugeben, könne er nicht mit Bestimmtheit sagen, so Hauser im Kreuzverhör.

13.08.2012, 11:14
AG/bge
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Jetzt online spielen!
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum