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16.01.2017 - 13:25
Foto: HP, thinkstockphotos.de, krone.at-Grafik

Business- Tablet über Umwege: HPs ElitePad 900 im Test

07.07.2013, 09:00
Wo "Business" draufsteht, stecken in der Regel vielfältige Anschluss- und Verbindungsmöglichkeiten sowie eine gesteigerte Akkulaufzeit drin. Beim ElitePad 900 von HP, das der Computerhersteller als speziell für die Bedürfnisse des Geschäftsanwenders ausgelegtes Tablet mit vollwertigem Windows 8 anpreist, ist das mobile Arbeiten aber nur bedingt über teils kostspielige Umwege möglich.

"Den perfekten Tablet- PC fürs Business und mehr" verspricht HP mit seinem ElitePad 900  und verweist auf der offiziellen Homepage auf die hochwertige Verarbeitung, das elegante Design, die kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht. Gute Kaufargumente, die sich ohne Weiteres bestätigen lassen: Wie das erst kürzlich getestete Envy x2 ist auch das ElitePad 900 äußerst hübsch anzusehen und von tadelloser Verarbeitungsqualität. Mit seinem Gewicht von lediglich 630 Gramm und 9,2 Millimetern Gehäusetiefe ist es sogar leichter und dünner als der Branchenprimus von Apple, das iPad.

"Traummaße" erschummelt

Diese "Traummaße" erschleicht sich HP allerdings mit einem recht billigen Schmäh: Wichtige Komponenten, die man sich von einem Business- Gerät erwartet, wurden schlichtweg ausgelagert. Ein USB- Anschluss, ein HDMI- Port, ein Speicherkartenslot oder möglicherweise gar eine Ethernet- Buchse? Fehlanzeige. Wer das in Aluminium verpackte Gehäuse des ElitePad nach Schnittstellen absucht, wird – mit Ausnahme der Kopfhörerbuchse – nur an einer Stelle fündig, nämlich an der Unterseite, wo HP einen proprietären Docking- Anschluss verbaut.

Über diesen lassen sich, ähnlich Apples iPad, sämtliche soeben erwähnten Schnittstellen nachrüsten – aber nur per Adapter. Für die Nutzer mag dies durchaus Vorteile haben: Sie tragen stets nur das mit sich spazieren, was sie gerade benötigen. Der Nachteil aber ist: Es kostet, und das nicht zu knapp. Adapterlösungen für USB (liegt bei), SD- Speicherkarten, Ethernet oder Serial Port schlagen mit jeweils rund 35 Euro (UVP) zu Buche, ein paar Euro mehr sind es für einen kombinierten HDMI/VGA- Adapter. Ebenfalls gegen einen Aufpreis von 50 bzw. 60 Euro erhältlich sind ein Touchpen und eine Tastatur.

Optionale Hüllen mit oder ohne Zusatz- Akku

Auf Wunsch können mehrere Schnittstellen auch in Form diverser Hüllen, sogenannter Jackets, hinzugefügt werden. Im Falle des dem Testgerät beiliegenden Expansion Jacket lässt sich das ElitePad so auf einen Schlag um zwei USB- Ports, einen HDMI- Eingang, einen Speicherkartenslot sowie eine Touchpen- Halterung erweitern. Zusätzlich erhöht das gummierte Jacket den Schutz des Tablets vor Kratzern und anderen Schäden. Mit einem Preis von um die 120 Euro ist die Hülle jedoch ebenfalls nicht gerade günstig.

Noch einmal teurer wird es für den, der die Hülle mit einem optional erhältlichen Zusatz- Akku versieht. Die Gesamtlaufzeit des ElitePad lässt sich damit unter günstigsten Bedingungen auf bis zu 20 Stunden erhöhen – ein sensationeller Wert und mehr als genug, um wenigstens zwei Tage ohne Steckdose auszukommen. Nachteil, abgesehen von den Kosten, aber ist, dass das anfangs noch so leichte Tablet dann ziemlich schwer wird: Akku und das erforderliche Jacket erhöhen das Gesamtgewicht um fast ein halbes Kilo - für die Hand auf Dauer eindeutig zu schwer.

Docking- Station ebenfalls nur gegen Gebühr

Ein echter Klotz mit einem Gewicht von 670 Gramm ist schließlich auch die optionale Docking Station (rund 140 Euro), mit der sich das ElitePad im stationären Betrieb verwenden lässt. Das hohe Eigengewicht der Docking Station mag für den Transport unpraktisch sein, im Test sorgte es aber dafür, dass das Tablet sicher am Tisch stand und dort auch nicht verrutschte. Die Anschlussmöglichkeiten sind umfangreich: Vier USB- Schnittstellen sowie jeweils ein HDMI- , VGA- und Ethernet- Port stehen zur Verfügung.

Die "native" Ausstattung des ElitePad gleicht ansonsten weitgehend jener des Envy x2: In beiden steckt ein mit 1,8 GHz taktender Atom- Dual- Core- Prozessor (Z2760) von Intel, der von zwei Gigabyte RAM unterstützt wird. Für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und kleinere Spiele reicht das, aufwendigere Rechenoperationen wie etwa bei der Bildbearbeitung sind damit jedoch nur schwer zu stemmen.

Der interne Speicher beläuft sich auf wahlweise 32 oder 64 Gigabyte, wobei der größeren Variante angesichts des Speicherplatzbedarfs von Windows 8 der Vorzug zu geben ist. Auch die Kameras - vorne 2,1 und hinten acht Megapixel stark – sind ident mit dem Envy x2 und erfüllen ihren Zweck, taugen aufgrund des hohen Bildrauschens aber nur bedingt für die Fotografie.

Das 10,1 Zoll große Display löst mit vergleichsweise geringen 1.280 x 800 Bildpunkten auf, wodurch sich Websites oder Anwendungen leider nicht mittels Microsofts Snap- Funktion gegenüberstellen lassen. Gerade dies wäre fürs Arbeiten jedoch wünschenswert. Ins Internet gelangt das HP- Tablet per schnellem N- WLAN oder – optional – per UMTS. Bluetooth 4.0 sowie eine NFC- Unterstützung runden das Angebot ab.

Preise und Fazit

Per se ist das ElitePad 900 von HP ein hübsch designtes und tadellos verarbeitetes Tablet, das kleinere Defizite in der Leistung durch eine lange Laufzeit wieder wettmacht. Den Stempel "Business" verdient es sich allerdings erst durch den Zukauf teils teuren Zubehörs. Die verschiedenen Individualisierungsmöglichkeiten sind mit Sicherheit die größte Stärke des Tablets, treiben dessen ohnehin schon recht stolzen Grundanschaffungspreis aber zusätzlich in die Höhe.

Der UVP für die 32- GB- Version mit WLAN liegt laut HP bei 806 Euro, jener für die 64- GB- Ausgabe bei 842 Euro. Wer 3G/UMTS möchte, zahlt 865 bzw. 889 Euro, hat dann aber bis auf den USB- Adapter eventuell noch nicht alle benötigten Anschlüsse beisammen und muss noch in Zubehör investieren. Schnell können so 1.000 Euro und mehr zusammenkommen.

Angesichts dieser Kosten sollte man sich als Nutzer daher fragen, welche Vorteile man sich von der "modularen Bauweise" des ElitePad 900 erhofft und ob andere Lösungen - zum Beispiel bestehend aus günstigem Tablet und Ultrabook oder einem Tablet, dass zumindest gewisse Schnittstellen von Haus aus mitbringt - nicht vielleicht günstiger und komfortabler wären.

07.07.2013, 09:00
ser
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