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28.04.2017 - 08:29
Foto: unaids.org

Afrikas Ärzte testen Drohnen im Kampf gegen Aids

31.03.2016, 08:47

Das südostafrikanische Malawi ist nicht nur eines der ärmsten, sondern auch eines der am meisten von der Immunschwächekrankheit Aids gebeutelten Länder der Erde. Jeder zehnte Einwohner des 16- Millionen- Staates trägt den HIV- Erreger in sich. Um die Überlebenschancen dieser Menschen zu erhöhen, ist eine frühzeitige Erkennung der Krankheit sehr wichtig. Schnelle Bluttests sind wegen der maroden Infrastruktur aber nicht immer machbar. Drohnen schaffen nun Abhilfe.

Die Flugobjekte sollen in abgelegenen Dörfern Blutproben potenziell Infizierter sammeln und diese rasch und ohne Umwege in Labore liefern, die sie auf den HIV- Erreger untersuchen. Normalerweise dauert es im unwegsamen Malawi mit seiner desolaten Infrastruktur lang, bis eine Blutprobe in das zuständige Labor gelangt.

Schnellere Lieferung, schnellere Ergebnisse

Wie das IT- Portal "Heise"  berichtet, dauert es derzeit auf Straßen im Durchschnitt ungefähr elf Tage, bis eine Blutprobe in ein Labor gelangt. Mit den Drohnen soll das deutlich schneller gelingen, wodurch auch wesentlich schneller Ergebnisse bereitstehen könnten.

Die fünf Kilo schwere Drohne, mit der malawische Ärzte gemeinsam mit der Unicef derzeit die schnelle Übermittlung von Blutproben testen, schafft in 20 Minuten eine Distanz von zehn Kilometern und ist damit deutlich schneller als Autos, die über die schlecht ausgebauten Straßen des afrikanischen Staates kaum vorwärts kommen.

Drohnen allein sind nur kleine Hilfe

Der malawische Gesundheitsminister lobt den Einsatz von Drohnen im Kampf gegen Aids, ruft allerdings auch in Erinnerung, dass es mit unbemannten Fliegern allein nicht getan ist. Die Labore erhalten die Blutproben nämlich nicht nur zu langsam, ihnen fehlt auch das Personal, um die Tests schnell zu erledigen.

Trotzdem werden Drohnen nicht nur in Malawi als mögliche Bereicherung des Gesundheitssystems gesehen. In Ghana beispielsweise werden Drohnen auch seit einigen Monaten zur Lieferung von Verhütungsmitteln verwendet, in anderen Ländern Afrikas wie Äthiopien, Ruanda oder Tansania denkt man über ähnliche Projekte nach.

31.03.2016, 08:47
der, krone.at
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