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24.04.2017 - 09:29
Eine Boeing 787 der United Airlines (Symbolbild)
Foto: EPA/Tannen Maury/picturedesk.com

Die USA wollen wissen, wer Sie auf Facebook sind

23.12.2016, 14:05

Angekündigt hatte es der US- Grenzschutz bereits vor einigen Monaten , jetzt macht die Customs and Border Protection Ernst: Wer in die USA einreisen will, wird in den dafür nötigen Formularen künftig nach seinen Social- Media- Konten gefragt. Ziel der Grenzschützer ist es, sich ein noch genaueres Bild von den Einreisenden zu machen.

Wer schon einmal in den USA war, kennt das Prozedere: Vor dem Flug in die Vereinigten Staaten müssen Reisende im sogenannten Electronic System for Travel Authorization (ESTA) den US- Behörden alle möglichen persönlichen Daten bekanntgeben und auch einige Fragen beantworten.

Angaben sind freiwillig, Bürgerrechtler skeptisch

Neu ist nun laut einem "WinFuture"- Bericht  ein Punkt, bei dem Social- Media- Profile der Reisenden abgefragt werden. Hier sollen sie künftig Facebook- oder Twitter- Konten und andere Konten bei Online- Diensten bekanntgeben.

Vonseiten der Grenzschützer heißt es, die Social- Media- Angaben seien freiwillig. Bürgerrechtler befürchten allerdings, dass sich Reisende, die ihre Social- Media- Kontaktdaten nicht angeben, dadurch erst recht verdächtig machen und bei der Einreise einer besonders genauen Überprüfung unterzogen werden.

Foto: APA/EPA/Erik S. Lesser (Symbolbild)

Profile werden vermutlich automatisch analysiert

Social- Media- Aktivitäten oder Online- Freundschaften zu bestimmten Personen könnten demnach in Zukunft bei Reisen in die USA ernste Konsequenzen nach sich ziehen. Wer auf Twitter beispielsweise aus irgendwelchen Gründen Personen abonniert hat, die in den USA auf bestimmten Listen stehen, muss mit Problemen rechnen.

Dabei gilt als unwahrscheinlich, dass sich die Grenzschützer tatsächlich jedes einzelne Social- Media- Profil eines USA- Besuchers genau ansehen. Wahrscheinlicher ist, dass mithilfe automatisierter Datenbanken ein Abgleich mit bestimmten Kriterien durchgeführt wird, die eine genauere Überprüfung nach sich ziehen.

Redaktion
krone.at
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