Das verwundete Tier musste sofort operiert werden. "Wir haben Charlotte um 6 Uhr rausgelassen, gegen 8 Uhr kam sie stark blutend zurück", berichtete Besitzer Rainer Gruber. "Wir haben sie vom Hochhold-Bauernhof bekommen und sie ist gerade erst dreifache Mutter geworden! Wieso tut jemand nur so etwas?", fragte er entsetzt.
Katzenbabys auf sich gestellt
Die Katzenbabys müssen jetzt vorerst ohne ihre Mutter auskommen, Charlotte muss noch einige Tage bei der Tierärztin bleiben, wo sie sich hoffentlich von der langwierigen Operation erholt.
Familie Gruber hat Anzeige erstattet und das entfernte Projektil der Polizei übergeben. "So eine Person ist nicht nur für die Tiere gefährlich, auch Kinder könnten verletzt werden!", hofft Rainer Gruber auf eine baldige Ausforschung des Täters.
Miezen verschwinden spurlos
Indes sind in der Steiermark weiterhin Katzenfänger sind unterwegs. Nicht nur Radkersburg steht nach dem spurlosen Verschwinden von 50 Katzen vor einem Rätsel, auch im Bezirk Liezen kamen in den vergangenen drei Wochen zahlreiche Miezen abhanden. Bei Tierheimbetreiber Johann Nagel in Trieben glühte in letzter Zeit das Telefon: "Es haben unheimlich viele Leute angerufen, deren Katzen spurlos verschwunden sind." Von Schladming aus zog sich die Spur ostwärts durch den Bezirk.
Die naheliegende Vermutung: So wie in Radkersburg treiben hier Katzenfänger ihr Unwesen. Nagel rät deshalb, einen kleinen Streifen am Rücken der Katzen zu rasieren: Damit ist das Fell entwertet. Seit einigen Tagen sei es aber ohnehin wieder ruhiger. Den Tätern dürfte die Lage zu heiß geworden sein - oder sie haben ihren perversen Auftrag erfüllt. "Es gibt leider noch immer Leute, die glauben, ein Katzenfell hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit", schüttelt Nagel den Kopf.
"OÖ-Krone" und Jakob Traby, "Steirerkrone"
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