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Skigebiets-Fusion um Innsbruck: Nicht nur Befürworter

14.12.2010, 09:21
Skigebiets-Fusion um Innsbruck: Nicht nur Befürworter (Bild: Kitzbüheler Alpen/Peter Vonier)
Foto: Kitzbüheler Alpen/Peter Vonier
Die von Innsbrucks BM Oppitz- Plörer forcierte Diskussion über den Zusammenschluss der stadtnahen Skigebiete ruft Befürworter und Gegner auf den Plan. "Wenn sich die Schlick nicht mehr rechnet, sollte man sie ablösen und das Ruhegebiet Kalkkögel ausweiten", erteilt LA Gurgiser dem Plan eine deutliche Absage.

"Eigentlich ist es eine Schande, dass eine Sportstadt wie Innsbruck kein großes Skigebiet besitzt!" Hans Tanzer, LHStv. a. D., fasst seine Unterstützung für eine Fusion der Skigebiete Muttereralm, Lizum und Schlick in deutliche Worte: "Die kleinen Gebiete sind auf Dauer allein nicht lebensfähig und müssten Jahr für Jahr mit Millionenbeträgen von der öffentlichen Hand unterstützt werden." Die Landespolitik fordert er auf, Nägel mit Köpfen machen, um den wirtschaftlichen Erfolg der Fusion zu ermöglichen: "Zusammen bringen es die Gebiete auf circa 120 Hektar beschneite Fläche - aus internationalen Erfahrungen weiß man, dass Skigebiete etwa ab dieser Größe gut laufen."

Dann werde sich auch der Unfug aufhören, dass die Skigebiete im Innsbrucker Raum zu unterschiedlichen Verbundkarten gehören: "Das mindert dann die Anfahrtszeiten zu den Gebieten und entspannt auf Dauer die Verkehrssituation."

Seilbahner Franz Hörl fordert von der Tiroler Landesregierung "endlich" eine klare Entscheidung. "Wenn sie das Projekt will, dann hat sie auch die Möglichkeit, das umzusetzen. Wenn sie es nicht will, dann soll sie endlich so mutig sein und das auch klar sagen."

Es gäbe laut Hörl drei Möglichkeiten: 1. Naturschutzgesetz ändern, 2. Schutzzweck ändern, 3. Schutzgrenzen verändern.

LA Fritz Gurgiser sieht in den Plänen nichts als einen Schildbürgerstreich. "Wenn sich die Schlick nicht mehr rechnet, dann sollte man sie ablösen und das Ruhegebiet Kalkkögel ausweiten."

von Philipp Neuner, Tiroler Krone

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