Saddam Hussein, Jahrgang 1937, wächst bei
seinem politisch aktiven Onkel Tulfah, einem "Geschäftsmann,
der auch vor Betrug und Raub nicht zurückschreckt, auf. Mit
19 soll er erstmals gegen eine rivalisierende Bande vorgegangen
sein, dabei soll er einen Gegner ermordet haben. Er kam in Haft,
wo er erste Verbindungen zur Baath- Partei knüpft. Man plant
einen Mordanschlag am damaligen Diktator Kassem.
Der Mord missglückt, Hussein muss ins Exil
nach Syrien fliehen, wo ein weiterer Putsch gegen Kassem geplant
wird. Erst 1963 gelingt der Putsch, Nassem wird hingerichtet.
Saddam heiratet seine Cousine Sajida, die aus einer der drei einflussreichsten
Familien des Irak kommt.
Nach einigen Tumulten wird Saddam in die Führungsebene
der regienrden Baath- Partei gewählt, anfangs als "Nummer
2" hinter General al Makr, ab 1979 ist er selbst Präsident
des Irak. Die Gerüchte um weitere angeordnete Morde kommen
auf, so soll er seinen Schwiegervater und seinen Cousin ermordet
haben (lassen).
Im Juni 1980 besetzten Saddam Husseins Truppen
die südiranische Provinz Khusistan, es war der Beginn des
Iran- Irak- Krieges. Saddam durfte sich allerdings damals besonders
der Unterstützung der USA erfreuen, die in ihm ein erfolgsversprechende
Möglichkeit sahen, den verhassten iranischen Revolutionsführer
Ayatholla Khomeini los zu werden.
Er lässt sich vom Westen als Sieger des Krieges
gegen den Iran feiern, erst nach Giftgasangriffen gegen die (eigene)
kurdischen Bevölkerung im Nordirak gibt es weltweite Proteste
gegen den Despoten. Im August 1988 unterzeichenen der Iran und
der Irak einen Waffenstillstand, der bis heute gültig ist,
ein Friedensvertrag wurde nie geschlossen.
1990- 2002
Im Sommer 1990 rasselt der Irak erstmals
mit den Säbeln gegen das kleine Öl- Emirat Kuwait: Er
wirft dem Scheichtum vor, zuviel Öl zu verkaufen, und so
dem Irak zu schaden. Wenige Monate später marschieren Husseins
Truppen im Kuwait ein, und Saddam erklärt öffentlich
den "Anschluss" von Kuwait als neue irakische Provinz.
Mit 17. Jänner 1991 beginnen alliierte Bomber
unter der Führung der NATO mit einem Krieg gegen den Irak,
zugleich wird ein totales Wirtschaftsembargo der UNO verhängt.
Knapp 40 Tage lang bombardierten die alliierten Mächte den
Irak, dann stoßen sie auch mit Panzerverbänden vor,
um Kuwait wieder zu befreien. Am 27. Februar anerkennt der Irak
seine Niederlage. Das UN- Wirtschaftsembargo besteht bis heute.
Bis heute greifen amerikanische und britische Kampfflugzeuge
Ziele im Irak an. Saddam Hussein scheint das aber kaum zu stören,
er darf weiter sein Volk unterdrücken, und genießt
den Luxus in seinen unzähligen Präsidentenpalästen.